WARTUNG UND INSTANDHALTUNG JEDERZEIT IM EINSATZ Bei unvorhergesehenen Ausfällen von Hydraulikkomponenten muss es schnell gehen. Der mobile Hydraulik- Sofortservice von Hansa-Flex ist 24/7 an 365 Tagen im Jahr verfügbar und sorgt mit bundesweit 180 Servicefahrzeugen für minimale Stillstandzeiten. Gut ausgebildete und erfahrene Servicetechniker sind innerhalb kürzester Zeit vor Ort. Sie beheben Defekte, bauen Ersatzteile ein und konfektionieren dank bordeigener Werkstatt Schlauchleitungen direkt vor Ort. Ein weiterer Faktor für die Reaktionsschnelligkeit ist die digitale Einsatzsteuerung. Die Disposition der Servicefahrzeuge erfolgt zentral über ein elektronisches System, das den nächstgelegenen Techniker identifiziert und die schnellste Route zum Einsatzort berechnet. „Die digitale Einsatzsteuerung sorgt dafür, dass sehr schnell reagiert werden kann“, erläutert Arlt. „Techniker erhalten alle relevanten Informationen direkt auf ihre mobilen Endgeräte und können sofort mit der Arbeit beginnen.“ Für Instandhaltungsleiter bedeutet dies mehr Transparenz und Planungssicherheit. Einsätze erfolgen nicht ad hoc, sondern auf Basis strukturierter Prozesse. MEHR ALS NUR NOTFALLSERVICE Externe Sofortservices werden heute nicht mehr ausschließlich im Störungsfall genutzt. Viele Unternehmen setzen sie gezielt zur Ergänzung ihrer Instandhaltungsstrategie ein. So kommen externe Servicetechniker beispielsweise bei geplanten Wartungsarbeiten, Auftragsspitzen oder kurzfristigen Personalengpässen zum EXTERNE SERVICES SIND EINE GEZIELTE ERGÄNZUNG FÜR EIGENE KOMPETENZEN Einsatz. Dadurch lassen sich interne Ressourcen entlasten und Wartungsmaßnahmen effizienter durchführen. „Es zeigt sich, dass der Service zunehmend strategisch genutzt wird“, sagt Arlt. „Unternehmen binden externe Partner bewusst in ihre Instandhaltungsorganisation ein.“ Ein typisches Szenario aus der Praxis ist etwa der Ausfall einer hydraulischen Schlauchleitung in einer laufenden Produktionsanlage, z.B. in einer Pressenlinie oder in einer automatisierten Fertigungszelle. Ein solcher Defekt tritt unerwartet auf, Hydrauliköl tritt aus und die Anlage muss aus Sicherheitsgründen sofort gestoppt werden. Innerhalb kurzer Zeit steht nicht nur die betroffene Maschine, sondern häufig ein ganzer Produktionsabschnitt. Für das Instandhaltungsteam beginnt nun ein Wettlauf gegen die Zeit: Die Ursache muss identifiziert, die defekte Komponente demontiert und eine passende Ersatzleitung beschafft werden. Ohne mobile Fertigung bedeutet das in der Regel zusätzliche Wege zur Werkstatt oder zum Lieferanten - mit entsprechendem Zeitverlust. Wird in dieser Situation hingegen z.B. der mobile Hydraulik- Sofortservice hinzugezogen, erfolgt die Reaktion strukturiert und zeitnah. Nach der Störungsmeldung wird der nächstgelegene Servicetechniker disponiert und erhält alle relevanten Auftragsdaten digital auf sein mobiles Endgerät. Vor Ort analysiert er den Schaden, baut die defekte Schlauchleitung aus und fertigt unmittelbar im Servicefahrzeug eine passgenaue Ersatzleitung. Anschließend wird die neue Leitung montiert, das System befüllt und auf Dichtheit sowie Funktion geprüft. In vielen Fällen kann die Anlage bereits nach kurzer Zeit wieder angefahren werden. Begleitend dokumentiert der Techniker den Einsatz, sodass die Maßnahme für die Instandhaltungsplanung nachvollziehbar bleibt. Für das Unternehmen bedeutet dieses Vorgehen deutlich reduzierte Stillstandzeiten, planbarere Abläufe und eine schnelle Rückkehr in den Produktionsbetrieb - ohne zusätzliche logistische Umwege oder lange Wartezeiten auf Ersatzteile. INTEGRATION IN GANZHEITLICHE INSTAND- HALTUNGSSTRATEGIEN Neben der schnellen Reaktion auf akute Störungen rückt zunehmend auch die Frage in den Fokus, wie externe Services systematisch in bestehende Instandhaltungsstrategien integriert werden können. Denn Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Instandhaltungsprozesse so zu gestalten, dass sie sowohl effizient als auch flexibel bleiben. Ein zentraler Ansatz besteht darin, externe Servicepartner frühzeitig in die eigene Organisation einzubinden. Das kann beispielsweise durch definierte Eskalationsprozesse erfolgen, bei denen klar geregelt ist, wann externe Unterstützung hinzugezogen wird. „Ebenso sinnvoll ist es, kritische Anlagenbereiche zu identifizieren, bei denen im Störungsfall besonders kurze Reaktionszeiten erforderlich sind“, fügt Arlt hinzu. Darüber hinaus gewinnt die Kombination aus präventiver Instandhaltung und reaktiven Sofortmaßnahmen an Bedeutung. Während vorbeugende Wartung dazu beiträgt, Ausfälle zu vermeiden, sorgt ein externer Sofortservice dafür, dass im Ernstfall schnell gehandelt werden kann. Diese Kombination erhöht die Resilienz von Produktionssystemen erheblich. „Wichtig ist, dass Unternehmen ihre Instandhaltungsstrategie ganzheitlich denken“, so Arlt. „Externe Services sind kein Ersatz für eigene Kompetenzen, sondern eine gezielte Ergänzung, um schneller und flexibler reagieren zu können.“ FAZIT Die industrielle Instandhaltung befindet sich im Wandel. Unternehmen müssen ihre Organisationen so aufstellen, dass sie flexibel auf unterschiedliche Anforderungen reagieren können. Die Kombination aus internen Kompetenzen und externen Sofortservices bietet dabei einen wirkungsvollen Ansatz, um Anlagenverfügbarkeit zu sichern und ungeplante Stillstände zu minimieren. Externe Services sind damit nicht mehr nur eine Notfalllösung: Sie entwickeln sich zu einem integralen Bestandteil moderner Instandhaltungsstrategien. Bilder: Hansa-Flex www.hansa-flex.de AUTOR Patrick Schulze, Journalist für Wordfinder ZUSATZINHALTE IM NETZ www.hansa-flex.de/services 40 MY FACTORY 2026/06 www.myfactory-magazin.de
WARTUNG UND INSTANDHALTUNG ROBUSTES TABLET MIT EFFIZIENTER AMD-SYSTEMARCHITEKTUR Die Getac Technology Corporation (Getac), Hersteller robuster Computer- und mobiler Video-Lösungen, präsentiert das neue G140 Tablet: ein vollständig robuster Copilot+ PC mit AMD-Ryzen-Technologie. Die Lösung ist konzipiert für industrielle Anwender, die Edge-KI- Anwendungen unmittelbar an Produktionslinie, Anlage und Servicepunkt ausführen müssen. Das G140 agiert zuverlässig auch unter Staub, Vibration, extremen Temperaturen und in abgelegenen Werksbereichen. Das neue Tablet ist für maximale Produktivität im rauen Einsatz konzipiert: Mit AMD Ryzen AI 5 340 / 7 350 CPU, AMD Radeon 840M / 860M GPU und AMD XDNA 2 NPU (bis zu 50 TOPS) liefert es nahtlose KI-Verarbeitung und ausgezeichnete Grafikleistung direkt am Einsatzort. Diese AMD-Systemarchitektur ist auf Effizienz optimiert und ermöglicht durch lange Akkulaufzeiten die Überbrückung langer Schichten ohne Leistungseinbußen. Integrierte Grafikfunktionen ermöglichen zudem die hochauflösende Darstellung komplexer Schemata wie Schaltplänen und CAD-Zeichnungen, sodass ein separater Grafikprozessor entfällt. www.getac.com WERKZEUGE PER ONLINE-PORTAL WIEDERAUFBEREITEN Sandvik Coromant hat seinen Service zur Wiederaufbereitung von Vollhartmetallwerkzeugen optimiert. Der neue Service ersetzt einen zuvor manuellen, mehrstufigen Arbeitsablauf durch ein verbessertes, vollständig onlinebasiertes Verfahren. Dadurch erhalten Fertigungsunternehmen die vollständige Kontrolle über ihren Nachschleifprozess, während sich die Angebots- und Turnaround-Zeiten drastisch reduzieren. Kunden melden sich einfach an, geben den Produktcode des Werkzeugs sowie die gewünschte Anzahl der Wiederaufbereitungen ein und erhalten umgehend ein Angebot. Sandvik Coromant übernimmt für die meisten Märkte alle mit dem Service verbundenen Versandkosten, Steuern und Zölle und sorgt so für einen reibungslosen Prozess von Anfang bis Ende. Über die Plattform können Benutzer auch ihre bevorzugte Versandverpackung auswählen - entweder eine von Sandvik Coromant bereitgestellte Verpackung oder eine eigene - und Bestellhinweise hinzufügen. Anschließend senden sie die Anfrage einfach ab. Nach Aufgabe einer Bestellung können Kunden den aktuellen Status jederzeit nachvollziehen. www.sandvik.coromant.com IMPRESSUM erscheint 2026 im 67. Jahrgang, ISSN 2747-7088 / ISSN E-Paper: 2747-7096 REDAKTION Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke (ni), Tel.: 06131/992-350, E-Mail: n.steinicke@vfmz.de (verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV / i.S.d. Presserechts) Redakteur/innen: Felix Berthold, M.A. (be), Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro), Daniel Schilling, M.A. (dsc), Dipl.-Ing. Manfred Weber (MW) Redaktionelle Mitarbeit: Dipl.-Geogr. 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