Aufrufe
vor 3 Wochen

MY FACTORY 6/2026

MY FACTORY 6/2026

WARTUNG UND

WARTUNG UND INSTANDHALTUNG 01 MIT EXTERNEN SERVICES UNGEPLANTE STILLSTÄNDE MINIMIEREN VERLÄNGERTER ARM DER INSTANDHALTUNG Ungeplante Stillstände gehören zu den größten Risiken für industrielle Produktionsprozesse. Steigende Anlagenkomplexität, Fachkräftemangel und hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit zwingen Unternehmen dazu, ihre Instandhaltungsstrategien neu zu denken. Externe Sofortservices gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung - nicht nur im Notfall, sondern als integraler Bestandteil moderner Instandhaltungsorganisationen. Produktionsanlagen stehen heute unter permanentem Leistungsdruck. In vielen Industriebetrieben laufen sie im Mehrschichtbetrieb oder sogar rund um die Uhr. Gleichzeitig sind Lieferketten eng getaktet und Produktionsausfälle haben unmittelbare wirtschaftliche Konsequenzen. Besonders kritisch sind Störungen in hydraulischen Systemen, die in zahlreichen Maschinen eine zentrale Rolle spielen. „Die Geschwindigkeit, mit der auf Störungen reagiert wird, entscheidet heute maßgeblich über die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Ausfalls“, erklärt Lelio Arlt, Bereichsleiter Mobiler Service bei Hansa-Flex, einem international tätigen Systemanbieter für Hydrauliklösungen und Serviceleistungen rund um industrielle Anlagen. „Schon kurze Stillstände können sich entlang der gesamten Produktionskette fortpflanzen.“ 38 MY FACTORY 2026/06 www.myfactory-magazin.de

WARTUNG UND INSTANDHALTUNG 02 01 Der mobile Hydraulik-Sofortservice von Hansa-Flex ist 24/7 an 365 Tagen im Jahr verfügbar 02 Externe Sofortservices fungieren als flexible Ergänzung interner Instandhaltungsstrukturen und ermöglichen eine schnelle, strukturierte Reaktion auf Störungen 03 Gut ausgebildete, erfahrene Servicetechniker beheben Defekte, bauen Ersatzteile ein und konfektionieren dank bordeigener Werkstatt Schlauchleitungen direkt vor Ort 04 Die Servicefahrzeuge sind als vollständig ausgestattete mobile Werkstätten konzipiert 03 04 INSTANDHALTUNG ZWISCHEN EFFIZIENZ­ DRUCK UND FACHKRÄFTEMANGEL Die Anforderungen an Instandhaltungsabteilungen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Neben klassischen Wartungs- und Reparaturaufgaben rückt zunehmend die Sicherstellung einer hohen Anlagenverfügbarkeit in den Fokus. Gleichzeitig sehen sich viele Unternehmen mit einem Mangel an qualifiziertem Fachpersonal konfrontiert. „Viele Instandhaltungsteams sind heute schlanker aufgestellt als früher und müssen gleichzeitig eine größere Bandbreite an Technologien abdecken“, so Arlt. „Das führt dazu, dass nicht jede Spezialkompetenz jederzeit intern verfügbar ist.“ Gerade bei hydraulischen Systemen kann dies problematisch sein. Reparaturen erfordern spezifisches Know-how, geeignete Werkzeuge sowie die Verfügbarkeit passender Komponenten. Fehlen diese Ressourcen, verlängert sich die Dauer bis zur Wiederinbetriebnahme erheblich. Typische Engpässe entstehen vor allem bei ungeplanten Störungen. Eine beschädigte Schlauchleitung oder eine Leckage kann schnell dazu führen, dass eine Anlage sofort abgeschaltet werden muss. In solchen Situationen zählt jede Minute. „Interne Teams können nicht jede Eventualität abdecken“, betont Arlt. „Insbesondere wenn mehrere Störungen gleichzeitig auftreten oder zusätzliche Wartungsarbeiten anstehen, stoßen sie schnell an ihre Kapazitätsgrenzen.“ Hinzu kommt, dass viele Unternehmen nicht über die Möglichkeit verfügen, Schlauchleitungen oder hydraulische Baugruppen direkt vor Ort herzustellen. Dies führt zu zusätzlichen Verzögerungen durch Transport- und Beschaffungsprozesse. WENN INTERNE INSTANDHALTUNGS­ KAPAZITÄTEN AN GRENZEN STOSSEN BEIM EXTERNEN SOFORT- SERVICE KOMMT DIE WERKSTATT ZUM KUNDEN Vor diesem Hintergrund gewinnen externe Sofortservices zunehmend an Relevanz. Sie fungieren als flexible Ergänzung interner Instandhaltungsstrukturen und ermöglichen eine schnelle, strukturierte Reaktion auf Störungen. Der mobile Hydraulik-Sofortservice von Hansa-Flex etwa ist auf solche Anforderungen ausgelegt. Servicetechniker fahren direkt zum Einsatzort und führen Reparaturen unmittelbar vor Ort durch. „Ziel ist es, Stillstandzeiten so weit wie möglich zu reduzieren“, erklärt Arlt. „Zu diesem Zweck kommt die Werkstatt zum Kunden - nicht umgekehrt.“ Die Servicefahrzeuge sind als vollständig ausgestattete mobile Werkstätten konzipiert. Sie verfügen über Pressmaschinen, ein umfangreiches Schlauchlager sowie die notwendigen Werkzeuge, um Reparaturen direkt vor Ort durchzuführen. Defekte Schlauchleitungen werden demontiert, im Servicefahrzeug neu gefertigt und unmittelbar wieder eingebaut. Dadurch entfallen zeitintensive Transportwege und Wartezeiten. „Die Möglichkeit, Schlauchleitungen direkt vor Ort zu konfektionieren, ist ein entscheidender Vorteil“, so Arlt. „In vielen Fällen können Anlagen dadurch deutlich schneller wieder in Betrieb genommen werden.“ www.myfactory-magazin.de MY FACTORY 2026/06 39

© 2023 by Vereinigte Fachverlage GmbH. Alle Rechte vorbehalten.