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MY FACTORY 6/2026

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AMB 2026 MODULARE

AMB 2026 MODULARE SCHLITZFRÄSER OPTIMIEREN DIE NUTENBEARBEITUNG WENIGER WERKZEUGE, HÖHERE PROZESSSICHERHEIT Ein Spezialist für Lastaufnahmemittel und Hubsysteme nutzte bis dato eine ganze Reihe unterschiedlicher Schlitzfräser, um Nuten in die Komponenten für seine Lastaufnahmemittel einzubringen. Unter den Werkzeugen waren viele ältere zwei- und vierschneidige Fräser, für die keine Platten mehr erhältlich sind. Um Ordnung ins Werkzeug-Arsenal zu bringen und zugleich wirtschaftlicher und bedienerfreundlicher arbeiten zu können, setzt der Maschinenbauer nun auf ein modulares Schlitzfräser-System. Frederic Schneider ist Geschäftsführer der AFB Anlagenund Filterbau GmbH und Co. KG und leitet das Familienunternehmen aus Haiger/Hessen in dritter Generation: „Mit unseren 45 Mitarbeitern entwickeln und fertigen wir seit mehr als 50 Jahren maßgeschneiderte Lastaufnahmemittel für die Intralogistik in Lager und Produktion. Vom Teleskoptisch bis zum autonomen Verfahrwagen ist alles dabei.“ Mit seinen Intralogistiklösungen erwirtschaftet der Maschinenbauer einen Umsatz von knapp sechs Millionen Euro. AFB liefert seine Lösungen in der Regel direkt an Systemintegratoren, die diese dann in Anlagen auf der ganzen Welt einsetzen. „Unsere Kunden erwarten von uns absolut zuverlässige Lösungen, die im Dauerbetrieb laufen, sowie Flexibilität und eine schnelle Reaktion“, erklärt Schneider. Um das sicherzustellen, produziert AFB die meisten Komponenten selbst. 1 200 der 2 200 m 2 großen Produktionsfläche sind für die Zerspanung reserviert. „Alle Stahlteile, die auf das Vier- Meter-Bett unserer größten Maschine passen, kommen aus unserem Haus“, sagt Produktionsleiter Marvin Jung. AFB arbeitet hauptsächlich mit C45-Stahl und Chromstählen, die eine hohe Maßgenauigkeit und gute Festigkeit bieten. Daraus entstehen unter anderem Profile in unterschiedlichen Varianten und in Losgrößen zwischen zwei und zehn Teilen für die Lastaufnehmer. „Größere Batches erreichen wir eigentlich nur bei unseren Kettenspanner-Gehäusen“, führt der Produktionsleiter aus. „Da kommen wir auf rund 500 Teile pro Fertigungslos.“ DEM DURCHEINANDER HERR WERDEN Doch zurück zu den Profilen: Um diese wichtigen Komponenten mit den notwendigen Führungs- und Rollbahnen auszustatten, setzte AFB bisher eine ganze Reihe unterschiedlicher Aufschraub- Schlitzfräser verschiedener Hersteller ein. „Da wir zu 95 Prozent projektbezogen arbeiten, hatte sich bei uns über die Jahre ein 01 Die zwei Führungs- und Rollbahnen bei Mitteltischprofilen lassen sich mithilfe des Helislot schneller einbringen 02 Pro Anschlagnut lassen sich bis zu zehn Minuten Bearbeitungszeit einsparen 16 MY FACTORY 2026/06 www.myfactory-magazin.de

großer Bestand an Standard- und Sonderfräsern angesammelt, für die teils schon gar keine Platten mehr erhältlich waren“, schildert Produktionsplaner Christian Hudel die Situation. „So konnte es nicht weitergehen.“ Um dem Durcheinander bei den Werkzeugen Herr zu werden, wandte sich das AFB-Team an Iscar. „Das Lastenheft von AFB war eindeutig“, sagt Rolf Behrendt, Re gional Sales Manager bei Iscar und zählt auf: „Ein stabiles und prozesssicheres Schlitzfräser-System, das sowohl bei Standardals auch bei Sonderlösungen alle Schnittbreiten und Durchmesser abdeckt, bedienerfreundlich ist und zugleich eine wirtschaftliche und produktive Bearbeitung möglich macht. Da musste ich nicht lange überlegen. Das beschrieb genau unseren Helislot.“ STABILITÄT TRIFFT WIRTSCHAFTLICHKEIT Beim Helislot handelt es sich um Iscars effizienten Scheiben fräser mit quadratischen, achtschneidigen Wendeschneidplatten (WSP) zur wirtschaftlichen Erstellung von Nuten und T-Nuten. Die Monoblock-Werkzeuge sind als Scheiben- und Aufsteckfräser mit Durchmessern von 32 bis 200 mm und für Nutbreiten zwischen sieben und 24 mm verfügbar. Die Fräser werden mit doppelseitigen WSP für die Bearbeitung von legiertem Stahl, ferritischem und martensitischem rostbeständigem Stahl sowie Gusseisen aus Iscar Sumotec-Schneidstoffsorten bestückt. Die schwalbenschwanzähnliche Klemmung sorgt für einen festen Plattensitz. Die doppelseitigen WSP mit acht helikalen Schneidkanten sowie speziell in sich verdrehten Spanflächen tragen zu einem stabilen und weichen Schnitt auch bei hohen Zerspanraten bei. Die Kombination aus versetzt angeordneten Zähnen, positivem Spanwinkel und sicherer WSP-Klemmung stellt eine hohe Prozesssicherheit und Produktivität auch bei schwierigen Bearbeitungen sicher. „AFB setzt den Helislot schon seit Jahren in einer Standardausführung erfolgreich ein“, sagt Behrendt. „Da musste ich nicht viel Überzeugungsarbeit leisten.“ Der Maschinenbauer nutzt Helislot- Standardfräser mit 80 und 125 mm Durchmesser in Schnittbreiten von sechs und 13 mm sowie Sonderwerkzeuge mit einem Durchmesser von 120 mm und einer Schnittbreite von 35 mm. ERWARTUNGEN VOLL ERFÜLLT AFB kann die zwei Führungs- und Rollbahnen bei Mitteltischprofilen mit dem Helislot jetzt 20 Minuten schneller einbringen und die Gesamtzeit für die dreiseitige Bearbeitung um fast ein Drittel senken. „Dank des Monoblock-Werkzeugs profitieren wir von der größeren Stabilität und verzeichnen weniger Vibrationen“, sagt Marvin Jung und zählt auf: „Damit können wir höhere Schnittwerte fahren, es sind größere Eingriffsbreiten möglich, wir haben längere Standzeiten und die Leute an der Maschine profitieren von schnellen und einfachen Plattenwechseln.“ Produktionsplaner Hudel ist zufrieden: „Mit dem stabil konstruierten Fräser-Trio können wir jetzt alle Anwendungsfälle prozesssicher abdecken und dank der acht Schneiden auch noch wirtschaftlicher und schneller fertigen.“ Bilder: Iscar www.iscar.de AUTOR Erich Timons, CEO ISCAR Germany GmbH, Ettlingenn ZUSATZINHALTE IM NETZ https://bit.ly/helislot-mfa-2026 www.myfactory-magazin.de MY FACTORY 2026/06 17

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