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My Factory 6/2022

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My Factory 6/2022

DRUCKLUFTTECHNIK 03 04

DRUCKLUFTTECHNIK 03 04 03 Mit Sensoren wie dem Metpoint FLM für Volumenstrommessungen wird das Druckluftsystem überwacht 04 Die Datenlogger Metpoint BDL erfassen die kritischen Prozessparameter zur Übersetzung in Statistiken und Grafiken Für die Totaloxidation wird ein spezielles Granulat im Druckbehälter auf eine Temperatur von 150°C erhitzt und in der vorbeiströmenden Druckluft wandeln sich die Ölmoleküle um. Das Ergebnis ist konstant ölfreie Druckluft mit einem maximalen Restölgehalt von kaum mehr messbaren 0,003 mg/m3 (zertifiziert vom TÜV Nord). Mit dieser Leistung übertrifft das Katalyseverfahren sogar die äußerst strengen Vorgaben der ISO 8573-1, Klasse 1. Das bei der Abkühlung der Druckluft anfallende Kondensat ist ebenfalls ölfrei und kann ohne Aufbereitung in die Kanalisation eingeleitet werden. Für maximale Energieeffizienz sorgt ein integrierter Wärmetauscher. Die Tests in den einzelnen Kammern des Paint-Shops führten zu einwandfreien Lackierungen bescheinigt von Laboruntersuchungen. Anschließend beauftragte der Automobilhersteller Beko Technologies mit der Erstellung eines technischen Konzepts für alle drei Kammern der Lackierung und einem Durchflussvolumen von 3 500 bis 4 000 m3/h. Neben der sehr hohen Druckluftqualität legte der Hersteller dabei großen Wert auf die Ausfallsicherheit der Anlage. FÜR JEDE LACKIERKAMMER EIN KATALYSATOR Beko Technologies lieferte vier Bekokat-Einheiten. Die Installation erfolgte binnen zwei Wochen, obwohl über 300 Meter neue Rohrleitungen montiert werden mussten. Jetzt verfügt jede Lackierkammer über ein System für die Druckluftaufbereitung. Der vierte Bekokat dient als Reserveeinheit und kann den Kammern individuell zugeschaltet werden, um den Produktionsbetrieb im Störungsfalle aufrecht zu erhalten. Zur permanenten GRUND FÜR DIE VERSCHMUTZUNG DER DRUCKLUFT MIT ÖL WAR EINE VIELBEFAHRENE STRASSE IN DER NÄHE DER FABRIK Überwachung der Druckluftqualität beschaffte der Automobilhersteller außerdem Messtechnik. Alle Bekokat-Systeme wurden mit zusätzlichen Metpoint-Sensoren ausgerüstet, die Durchfluss, Druck, Drucktaupunkt und Restölmenge erfassen. Zusammen mit einem Datenlogger des Typs Metpoint BDL, dem Monitoring- System Metpoint OCV und einem Clearpoint-Filter bilden die Bekokat-Einheiten einen Block. Die zugeführte Luft aus den Kompressoren wird ebenso kontrolliert. Ein spezielles Steuerungssystem erlaubt die Online-Abfrage sämtlicher Messdaten. REIBUNGSLOSE PROZESSE UND MEHR AUSSTOSS Seit der Inbetriebnahme der Druckluftaufbereitungstechnik sind bei dem Automobilhersteller keine Neulackierungen mehr erforderlich gewesen und das bedeutet eine deutliche Kostenersparnis. Der Return on Investment wird in weniger als zwei Jahren erreicht und entspricht damit den Konzernvorgaben. Auch die Steigerung der Produktion konnte wie geplant umgesetzt werden. Darüber hinaus zeigte sich das Unternehmen positiv überrascht von dem geringen Energieverbrauch der Systeme von Beko Technologies. Der Hersteller lobt zudem die Zusammenarbeit mit dem Zulieferer, der sich „tief in die Prozesstechnologie der Lackiererei eingearbeitet“ habe. Bilder: Beko Technologies www.beko-technologies.com ZUSATZINHALTE IM NETZ bit.ly/3MRw0lU KONSTANT ÖLFREIE DRUCKLUFT Bei hochsensiblen Anwendungen beispielsweise in der Lebensmittel-, Pharma-, Automobil- oder Elektronikindustrie stößt die konventionelle Druckluftaufbereitung bezogen auf Öldampf an ihre Grenzen. Der katalytische Konverter Bekokat hingegen ermöglicht konstant öl- und keimfreie Druckluft entsprechend ISO 8573-1, Klasse 1 oder besser. Die aktuelle Generation der bewährten Katalysetechnik ist durch eine neue Steuerung noch intelligenter und digital vernetzbar. 36 MY FACTORY 2022/06 www.myfactory-magazin.de

DRUCKLUFTTECHNIK DRUCKLUFTLECKAGEN SCHNELL ERKENNEN Druckluft ist eine der teuersten Energieformen. Leckagen haben immense Folgen: hoher Energieverlust, Potenzierung der Kosten, Rückgang in Produktivität, Effizienz und Sicherheit. Bei der Zustandsanalyse in Druckluftnetzen und Pneumatiksystemen deckt das Leckagesuchgerät „Leak-Detect“ zuverlässig Leckagen auf: In sehr lauten Umgebungen und bei sehr kleinen Leckagen ab einem Durchmesser von 0,1 mm ist die austretende Druckluft nicht hörbar. Die verdeckten Kosten bei einer so kostenintensiven Energie sind daher enorm. Mit Leak-Detect ist es jedem Mitarbeiter möglich, das Leck schnell zu detektieren; auch ohne technisches Verständnis. Die Eigenentwicklung aus dem Hause Hilger u. Kern Industrieelektronik ist klein, handlich und sofort einsatzbereit. Einfach in der Anwendung misst das Gerät austretende Gase mittels Ultraschall berührungslos aus einer Entfernung von bis zu 20 Metern. Weitere Distanzen bis 100 Meter sind mithilfe eines Parabolspiegels überbrückbar. Starke Umgebungsgeräusche blenden anschließbare Kopfhörer aus, um das Signal bei einer Leckage zu hören. Gleichzeitig veranschaulicht und vereinfacht eine neunstufige LED-Pegelanzeige den Fund einer Leckage. www.hilger-kern.de HANDABSPERRVENTIL STEUERT DRUCKLUFT IM HANDUMDREHEN Bei Mensch-Maschine- Interaktionen mit niedrigem Automatisierungsgrad sind Handabsperrventile die erste Wahl für die Steuerung von Druckluft – und wegen ihrer einfachen Bedienung besonders vorteilhaft in Laborumgebungen, aber ebenso gut geeignet für pneumatische Anwendungen über alle Branchen hinweg. Mit der Serie VHK-A bietet SMC ein Handabsperrventil in 2/2- und 3/2-Wege-Ausführung, dessen Schaltstellung durch Drehen des Drehknopfes um 90 Grad bestimmt wird – und unmittelbar an der Position des Drehknopfes erkennbar ist: offen (parallel zum Gehäuse) oder geschlossen (quer zum Gehäuse). Die manuelle Betätigung des Ventils gelingt buchstäblich im Handumdrehen und kommt ganz ohne SPS- oder elektrisches bzw. pneumatisches Signal aus. Das ist besonders ideal für Laborumgebungen, in denen Prozesse per Hand schnell, häufig und möglichst einfach verändert werden müssen. Die Ausführung als 2/2-Wege-Ventil ist zudem für Druckluft im Vakuumbereich geeignet und erweitert so das Anwendungsspektrum. Die Serie VHK-A von SMC verfügt über einen maximalen Betriebsdruck von 1,0 MPa und – im Falle des 2/2-Wege-Ventils – über einen Betriebsdruck von -100 kPa bis 1 MPa. Die erlaubte Umgebungs- und Medientemperatur liegt zwischen 0 und +60 °C. Das Gehäuse des Handabsperrventils ist aus Polybutylenterephthalat (PBT-Kunststoff), der Drehknopf besteht aus Polyoxymethylen (POM). www.smc.de

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