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My Factory 4/2022

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My Factory 4/2022

DATENMANAGEMENT 4.0

DATENMANAGEMENT 4.0 MASCHINEN- UND ANLAGENBAUER SETZT AUF DIGITALISIERUNG INDUSTRIE 4.0 STATT MEDIENBRÜCHE Die Digitalisierung bringt für produzierende Unternehmen viele Vorteile, weil Daten vernetzt und Schnittstellen reduziert werden. Zudem sind interagierende Systeme die Voraussetzung für eine optimierte Fertigung im Sinne von Industrie 4.0. Dies sind wichtige Argumente für die Entscheidung eines mittelständischen Maschinen- und Anlagenbauers, IT-Lösungen für Zeiterfassung, Zutrittskontrolle sowie Betriebsdatenerfassung zu implementieren – und damit in die Zukunft zu investieren. Seit mehr als 90 Jahren realisiert die Vollert Anlagenbau GmbH aus dem süddeutschen Weinsberg Anlagenkonzepte für die Betonfertigteilindustrie, komplexe Intralogistikkonzepte sowie innerbetriebliche Rangier- und Verladesysteme. Das familiengeführte Traditionsunternehmen zählt weltweit zu den Technologieführern in seinen Märkten. Aus der einst kleinen Schlosserwerkstatt wurde ein internationaler Generalunternehmer mit Tochterunternehmen in Brasilien, China, Indien und Russland. Da die Maschinen- und Anlagentechnik von Vollert immer schon innovativ war, sollten auch die unternehmensinternen Prozesse optimiert werden. „Wir haben uns vorgenommen, digitaler zu werden. Das betrifft nicht nur die Zeiterfassung und Zutrittskontrolle, sondern auch die Betriebsdatenerfassung. Die manuelle Erfassung war einfach nicht mehr zeitgemäß. Durch mindestens zwei Medienbrüche hat die Geschwindigkeit der Dateneingabe sehr gelitten. Unser Ziel war es, die richtigen Daten schnellstmöglich zur Verfügung haben“, erinnert sich Wolfram Hietschold, Bereichsleiter Finanzen und Administration bei Vollert an den Auslöser. Für mehr Transparenz sollten deswegen ein geregeltes Kontroll- und Prozesssystem in der Produktion sowie ein modernes Tool für die Zeiterfassung und Zutrittskontrolle etabliert werden. Bei seiner Suche nach einem Experten für Softwarelösungen in den Bereichen Workforce Management, Security sowie Manufacturing Execution Systems (MES) stieß Vollert schnell auf das Unternehmen GFOS mbH, das mit seinen Produkten weltweit bereits mehr als 1800 Kunden die Grundlage zur Digitalisierung 40 MY FACTORY 2022/04 www.myfactory-magazin.de

DATENMANAGEMENT 4.0 ihrer Prozesse bietet. Das Konzept sowie die kompetenten Ansprechpartner des in Essen ansässigen IT-Unternehmens konnten überzeugen. WENIGER SCHLÜSSEL UND MEHR FLEXIBILITÄT Als erster Schritt wurden das Modul für die Zeiterfassung sowie die Zutrittskontrolle implementiert. „Unsere Produktions- und Konstruktionsmitarbeitenden haben bislang ihre Zeiten manuell in Lohnbüchern oder Excel-Tabellen erfasst und dann manuell ins ERP eingepflegt. Das war sehr aufwändig“, erinnert sich Hietschold. Mit dem Tool gfos.Workforce | Zeiterfassung ist die Eingabe jetzt digitalisiert und vernetzt. Das Tool bildet auch Gleitzeitmodelle in der Verwaltung, die festen Arbeitszeiten in der Produktion und die Jahresarbeitszeit-Konten für Mehrarbeit des Unternehmens einfach und jederzeit übersichtlich ab. Zudem wurde gfos.Security eingeführt und alle Türen sowie das Haupttor am Firmengelände wurden mit der Zutrittskontrolle mit Schließzeiten automatisiert. Das hat nicht nur die Anzahl der Schlüssel reduziert, sondern erlaubt es auch Mitarbeitenden, die eventuell außerhalb der regulären Betriebszeiten in die Firma müssen, deutlich flexibler zu arbeiten. EFFIZIENT PRODUZIEREN DURCH ZEITNAHE DATENÜBERMITTLUNG Momentan läuft nun ein Projekt, um die Betriebsdatenerfassung für die Fertigung und Konstruktion zu digitalisieren. Nach Abschluss wird es mit dem Tool gfos.MES möglich sein, eine qualifizierte und produktionsnahe Mengenrückmeldung an die Lagerführung anzustoßen sowie verlässliche Auswertungen von Produktions- und Lohndaten, nachvollziehbare Fertigungsstrukturen und ein stabiles Funktionsverhalten der gesamten Betriebsdatenerfassung (BDE) zu gewährleisten. Da erfasste Daten zeitnah über Schnittstellen an andere Systeme weitergeleitet werden, wird die Produktion deutlich effizienter und transparenter. So werden Medienbrüche bei der Datenübergabe vermieden, die Überprüfung von Fertigungszahlen wird erleichtert und eine längerfristige Fertigungsplanung ermöglicht. Bevor die Lösungen implementiert wurden, sind die Anwender und User bei Vollert umfassend in Online-Schulungen vorbereitet worden. Die Software für Zeiterfassung und Zutrittskontrolle ist bereits in vollem Einsatz. „Besonders die moderierende Art des Betreuers hat der Implementierung sehr gutgetan und die Lösung deckt alle unsere Anforderungen im Bereich der Zeitwirtschaft komplett ab“, so Hietschold. Die Mitarbeitenden sind erleichtert, dass sie ihre Daten nicht mehr manuell erfassen müssen und die Lösung wurde nach sehr kurzer Zeit akzeptiert. Wegen fehlender interner Kapazitäten ist der Roll-Out der MES-Lösung leicht verzögert, aber auch hier lässt sich schon jetzt absehen, dass viele Prozesse auf dieser Basis vereinfacht werden können, weil Produktionsdaten in Echtzeit erfasst werden und die Fertigung hinsichtlich Verfügbarkeiten und möglicher Engpässe transparenter wird. Denn über das Tool werden unter anderem Auftragszeiten und Mengenmeldungen sowie Störungen und Ausschussmeldungen genau erfasst. Bilder: Vollert Anlagenbau GmbH, Shutterstock – Gorodenkoff www.gfos.com AUTORINNEN Katharina Röhrig, Geschäftsführerin, GFOS mbH, Claudia Ballhause für Wordfinder PR ZUSATZINHALTE IM NETZ bit.ly/35dzf6m www.myfactory-magazin.de MY FACTORY 2022/04 41

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