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My Factory 4/2022

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My Factory 4/2022

DATENMANAGEMENT 4.0

DATENMANAGEMENT 4.0 MITTELSTÄNDLER VERBESSERT MIT MES DIE PRODUKTIONSSTEUERUNG DIGITALE TRANSPARENZ VOM WERKER BIS ZUM CHEF Wenn Maschinen stillstehen, müssen möglichst schnell die Gründe dafür identifiziert werden. Dazu benötigen fertigende Mittelständler wie der Präzisionsteilespezialist Höhn Transparenz in der Produktion. Das Unternehmen nutzt zur digitalen Anbindung der BDE/MDE ein skalierbares Manufacturing-Execution-System (MES). 32 MY FACTORY 2022/04 www.myfactory-magazin.de

DATENMANAGEMENT 4.0 Bei der Fertigung hochkomplexer Präzisionsteile setzt Höhn bereits seit etlichen Jahren auf das Potenzial der Digitalisierung Als Hersteller von hochkomplexen Präzisionsteilen hat sich die 1973 gegründete Martin Höhn GmbH erfolgreich auf dem internationalen Markt etabliert. Der moderne Maschinenpark und über 45 Jahre Zerspanungs-Know-how ermöglichen ein breites Produktportfolio für nahezu alle Branchen. Die Kernkompetenz des im schwäbischen Rosenfeld ansässigen Familienunternehmens mit 170 Mitarbeitern liegt in der Bearbeitung aller Arten von Edelstählen, Titan, Hastelloy und hochfesten Vergütungsstählen sowie verschiedenen Aluminiumlegierungen, Gussarten und Kunststoffen. HOHER AUTOMATISIERUNGSGRAD Obwohl die Gelenklagertechnik viel Handarbeit verlangt, ist es Höhn gelungen, in der Fertigung einen hohen Automatisierungsgrad zu erreichen. Außerdem verfügt das Industrieunternehmen über eine große Fertigungstiefe für sämtliche Zerspanungsbearbeitungen und für die Montage. Dafür hat Höhn hohe Investitionen in robotergestütztes Handling getätigt, zum Beispiel in mannlose Montageautomaten. Für diese Entwicklung setzt das Unternehmen schon seit etlichen Jahren auf das Potenzial der Digitalisierung. Bereits seit 1989 arbeitet Höhn mit dem MES-Spezialisten gbo datacomp zusammen. Damals wurde eine moderne Lösung zur Betriebsdatenerfassung (BDE) eingeführt, die kurz darauf um eine Personalzeiterfassung (PZE) ergänzt wurde. Im Jahr 2015 hat Höhn die BDE-Lösung aktualisiert und in diesem Zuge bisoftMES zur Maschinendatenerfassung (MDE) integriert, um das Potenzial digitaler Daten zu nutzen. „Wir mussten in der Produktion mehr Transparenz schaffen, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können“, erklärt Geschäftsführer Reiner Höhn die Beweggründe. Mit dem bisoft- DURCH ANBINDUNG DES MASCHINEN- PARKS PER MES FINDET EIN WISSENS- TRANSFER ZWISCHEN BDE/MDE UND FERTIGUNGSPLANUNG STATT MDE-Modul gelang es dem Unternehmen, Informationen über Maschinen, Personal und Fertigungsaufträge auf der bisoftMES- Plattform zu integrieren. Höhn kann jetzt zum Beispiel Daten analysieren, an welcher Maschine welcher Auftrag mit welchen Leistungszahlen produziert wurde. Auf diese Weise lassen sich www.myfactory-magazin.de MY FACTORY 2022/04 33

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