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MY FACTORY 3/2021

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MY FACTORY 3/2021

INTRALOGISTIK

INTRALOGISTIK BALLENPRESSEN ALS OPTIMIERER SO WIRD ENTSORGUNG SCHLANK 50 Tonnen Kartonagenabfälle fallen jährlich bei einem Werkzeugmaschinenhersteller an. Die Entsorgung gestaltete sich bislang kosten- und zeitintensiv. – Es gab deutlichen Verbesserungsbedarf. Eine erhebliche Verschlankung der Prozesse brachte die Anschaffung von zwei Ballenpressen und 18 Sammelwagen. Die J.G. Weisser Söhne GmbH & Co. KG ist ein weltweit agierender Hersteller multifunktionaler Präzisions- Drehmaschinen und Drehzentren. Bereits seit mehr als 160 Jahren besteht das Unternehmen und gehört heute weltweit zu den Lieferanten der großen Automobilhersteller, deren Zulieferern und anderen Branchen der Metallbearbeitung. Optimale Prozesse in allen Betriebsbereichen sieht man bei Weisser als elementare Grundlage für den Unternehmenserfolg. So richtete man den Blick auch auf die nicht zufriedenstellend ablaufende Entsorgung der jährlich anfallenden 50 Tonnen Kartonagenabfälle. „Jeder unnötige Mehraufwand außerhalb unserer Kernkompetenz ‚Maschinenbau‘ bedeutet Verschwendung, das gilt auch für die Entsorgung“, betont Tobias Mettmann, Assistent der Produktionsleitung, J.G. Weisser Söhne GmbH & Co. KG. 46 MY FACTORY 2021/03 www.myfactory-magazin.de

Bisher wurden die Kartonagebehälter von Mitarbeitern einer Fremdfirma aus dem Produktionsbereich zum auf dem Außengelände aufgestellten Presscontainer gebracht. Viele und weite Wege mussten hierbei in Kauf genommen werden. Die Wertstoffe wurden in verschiedensten Behältern gesammelt, was oftmals für Unordnung sorgte. Für den Pressvorgang mussten die Werker die Kartonage aus den Behältern in den Container kippen. Dies war besonders für die weiblichen Arbeitskräfte nerven- und kraftraubend. Waren die Müllbehälter zu schwer, wurden sie mit Hilfe eines Staplers nach draußen transportiert. Da viele Werksführungen durchgeführt werden, waren die Unordnung durch verschiedene Behältertypen und auch der hohe Staplerverkehr störend und nicht imagefördernd. Außerdem machten die Witterungsverhältnisse des Schwarzwalds die Entsorgung alles andere als einfach. Die Türen nach draußen zum Presscontainer hin standen oftmals offen, da ständig entsorgt wurde. Da minimale Temperaturunterschiede zur Neueinstellung der Produktionsmaschinen führen, war dies ein zusätzlicher Stör- und Kostenfaktor. Alles in allem waren hohe Miet- und Handlingkosten das Resultat einer insgesamt sehr kosten- und zeitintensiven Entsorgung. Um das Verbesserungspotenzial zu identifizieren, wurde eine Matrix aufgestellt, woraus deutlich wurde, dass der Prozess einheitlicher und effizienter gestaltet werden musste. Angestrebt wurden eine Verschlankung der Entsorgungsabläufe, die Einsparung von Kosten sowie die Festlegung eines einzigen Ansprechpartners für diesen Bereich. AUTOMATISCHE BALLENPRESSEN ALS PROBLEMLÖSER Auf der Suche nach Lösungen wurde man im Rahmen der Messe LogiMAT auf die Ballenpresse AutoLoadBaler von Strautmann Umwelttechnik aufmerksam. Mit ihrer automatischen Befüllung und kleiner Stellfläche überzeugte sie die Verantwortlichen von Weisser auf Anhieb. Zusammen mit den Experten von Strautmann wurde ein Konzept entwickelt, um die Kartonagenentsorgung zu optimieren. Mit Hilfe von zwei AutoLoadBaler-Ballenpressen und insgesamt 18 Sammelwagen konnten die Abläufe schließlich entscheidend verschlankt werden: Im Lager und in der Montage wurde jeweils ein AutoLoadBaler aufgestellt. Mit insgesamt 18 Sammelwagen die an den Entsorgungsstationen der Produktion, des Lagers und des Bürogebäudes aufgestellt sind, wird nun wirtschaftlich entsorgt. Kartonage und anfallendes Papier aus dem Bürogebäude werden in Sammelwagen gespeichert und zur Presse gefahren. Zwei Mitarbeiter einer Fremdfirma sind jetzt für die gesamte Entsorgung bei Weisser verantwortlich. Das einfache Befüllsystem des AutoLoadBalers überzeugt die Werker. Der Sammelwagen wird einfach in die Seite des Auto- LoadBaler geschoben und per Knopfdruck automatisch entleert. Ein leerer Sammelwagen steht immer an der Ballenpresse bereit. Die Mitarbeiter nehmen den leeren Sammelwagen wieder mit und stellen ihn an der entsprechenden Entsorgungsstation ab. Im überdachten Außenlager lassen sich zehn bis zwölf 400- bis 450-kg-Ballen lagern. Sie sind direktvermarktungsfähig und werden vom Entsorger abgeholt. VIELFÄLTIGER NUTZEN UND SCHNELLE AMORTISATION Durch die zentrale Aufstellung der Papierpressen in den Hallen in Kombination mit den Sammelwagen lassen sich Laufwege und Zeit einsparen. Die Türen der Produktions- und Lagerhallen bleiben jetzt geschlossen, und der Staplerverkehr im Bereich der Entsorgungslogistik konnte erheblich reduziert werden. Insgesamt wurde die Entsorgung nicht nur effizienter, sondern auch sicherer und zuverlässiger. Die Unfallgefahr wurde durch die interne Aufstellung des AutoLoadBaler minimiert. Dank der hohen Kosteneinsparungen durch die Optimierung der Laufwege und Handlingkosten geht man bei Weisser für die beiden AutoLoadBaler von einer maximalen Amortisationszeit von eineinhalb bis zwei Jahren aus. FAZIT JEDER UNNÖTIGE MEHRAUFWAND AUSSERHALB UNSERER KERNKOMPETENZ ‚MASCHINENBAU‘ BEDEUTET VERSCHWEN- DUNG, DAS GILT AUCH FÜR DIE ENTSORGUNG. Tobias Mettmann, Assistent der Produktionsleitung, J.G. Weisser Söhne „Im Vergleich zu der Entsorgung mit dem Presscontainer im Freien ist die Entsorgung mit dem AutoLoadBaler intern ein Segen für die Sicherheit unsere Mitarbeiter und die Effizienz in der Entsorgungslogistik. Wir sparen jetzt 4 000 Stunden jedes Jahr bei der Entsorgung “, resümiert Tobias Mettmann, Assistent der Produktionsleitung bei Weisser zufrieden. Bilder: Strautmann Umwelttechnik www.strautmann-umwelt.de UNTERNEHMEN Strautmann Umwelttechnik GmbH Heidestraße 9 49219 Glandorf Telefon: 05426 80777-38 E-Mail: info@strautmann-umwelt.de ZUSATZINHALTE IM NETZ Online finden Sie weitere Informationen unter folgendem Link: bit.ly/3pEjUkN www.myfactory-magazin.de MY FACTORY 2021/03 47

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