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MY FACTORY 1/2021

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MY FACTORY 1/2021

INTRALOGISTIK

INTRALOGISTIK VERFÜGBARKEIT VON FTF STEIGERN KONTAKTLOS LADEN – SCHNELL UND INTELLIGENT Sie sind flexibel, sicher, präzise und effizient – fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) erlangen eine immer größere Bedeutung für die Materialzuführung und den Materialtransport in Produktion und Intralogistik. Um einen maximalen Automationsgrad zu erreichen und einen nahezu ununterbrochenen Betrieb der FTF zu gewährleisten, sind intelligente Ladesysteme gefragt. Um effiziente Prozesse zu gewährleisten, muss das Material in der Produktion zum richtigen Zeitpunkt an der Fertigungslinie bereitstehen. Im Industrie-4.0-Zeitalter erfolgt die smarte Produktion zum Teil in konfigurierbaren Zellen, die auf einem Raster angeordnet sind. FTF transportieren Teile und Werkzeuge in die Zellen, die jederzeit individuell erweitert werden können. Dieses Matrix-Konzept ermöglicht eine automatische Umrüstung auf wechselnde Produkttypen für die Serienproduktion – ohne Wartezeiten und ohne Produktionsausfälle. Der Closed-Loop-Ansatz in der Fertigung beschreibt dagegen einen geschlossenen Kreislauf mit festgelegten Stationen, wobei Maschinen und Messtechnik miteinander kommunizieren. Im frühen Fertigungsstadium sind dadurch Dimensionen, Toleranzen und andere Eigenschaften verifizierbar. Beide Konzepte haben ihre Vor- und Nachteile, auch im Hinblick auf die Auslegung der FTF. So ist es beispielsweise aufgrund der flexiblen Einsatzmöglichkeiten der FTF in der Matrix sehr schwierig, immer gleichbleibende Fahrzyklen festzulegen. Intelligente Energiekonzepte sind gefragt, um eine optimale Größe der Energiespeicher zu bestimmen. Ob Matrix-Konzept oder Closed-Loop-Ansatz, FTF sind überall einsatzfähig und bewegen das benötigte Material schnell und flexibel von A nach B. Als leistungsstarkes Energiespeichersystem gehören Lithium-Ionen-Batterien mittlerweile zum Standard der Fahrzeuge. Die deutlich höhere Lebensdauer im Vergleich zu Blei- Säure-Batterien und die einfache Integration in intralogistische Abläufe sprechen für sich. So lassen sich die Batterien schnell und einfach zwischenladen. 48 MY FACTORY 2021/01-02 www.myfactory-magazin.de

INTRALOGISTIK 01 02 „Die Energiebedarfsplanung wird künftig immer bedeutsamer“, sagt Johannes Mayer, Geschäftsführer und Mitbegründer der auf mobile, kabellose Energieversorgung von industriellen E-Fahrzeugen spezialisierten Wiferion GmbH. „Dabei muss eine optimale Integration der Ladeprozesse gewährleistet sein.“ KONTAKTLOS, SCHNELL BETRIEBSBEREIT UND MAXIMAL FLEXIBEL Um das volle Potenzial der Lithium-Ionen-Technologie auszuschöpfen, bedarf es kontaktloser Schnellladesysteme, wie sie beispielsweise das Unternehmen Wiferion mit der etaLINK Serie anbietet, um das Zwischenladungen mit hohen Strömen zu ermöglichen. Die Systeme der etaLINK Serie benötigen weder Steck- noch Schleifverbindungen und sind schnell und einfach installiert. Die patentierte Ladetechnologie besteht dabei aus einer Wallbox und einem Ladepad, das sich an geeigneten Stellen im Logistik- und Produktionsumfeld installieren lässt. Im Fahrzeug wird die Empfangselektronik mit Empfängerspule, mobiler Ladeeinheit und Energiespeicher verbaut. Sobald das FTF das Ladepad erreicht hat, beginnt der Ladevorgang. Somit ist das gesamte System innerhalb kürzester Zeit betriebsbereit. Die Komponenten sind nur über das 01 Kontaktloses Schnellladesysteme etaLINK 12000 von Wiferion ermöglicht Zwischenladungen mit hohen Strömen 02 „In Process Charging“ versetzt Lithium-Ionen-Batterien in die Lage, 24/7 ein konstant hohes Energielevel zu bieten Magnetfeld miteinander verbunden und daher für den langjährigen Dauereinsatz geeignet. „Wir sprechen bei unseren Systemen nicht nur vom kabellosen, sondern vom kontaktlosen Laden“, betont Johannes Mayer. „Da wir auf mechanische Schleifkontakte verzichten, ist das System praktisch wartungsfrei; Probleme der herkömmlichen Ladeprozesse mit oxidierten Steckern oder gebrochenen Kabeln sind obsolet.“ Ein Ladepunkt kann unterschiedliche Batterien bedienen – ob 24 oder 48 Volt – der Ladepunkt steht für alle Größen zur Verfügung und die Ladekennlinie ist frei programmierbar. Da keine physische Verbindung zwischen Ladegerät und Batterie aufgebaut wird, gibt die intelligente mobile Elektronik auf dem Fahrzeug vor, welche Ladeparameter von der Station geliefert werden sollen. Der Ladeprozess kann in weniger als einer Sekunde mit Volllast starten. Auch www.myfactory-magazin.de MY FACTORY 2021/01-02 49

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