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MY FACTORY 09/2022

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MY FACTORY 09/2022

SMART PRODUCTION

SMART PRODUCTION VDMA-TECHNOLOGIEFORUM AUF DER AMB 2022 Einen schnellen Überblick über innovative Lösungen und aktuelle Trends in der Metallbearbeitung bieten die technischen Kurzvorträge während der ersten vier Messetage der AMB auf dem VDMA-Stand. Die Liste der Protagonisten reicht vom Weltkonzern bis zum Nischenanbieter und vom Startup bis zu renommierten Forschungsinstituten. In 15-minütigen Slots informieren die Vortragenden über neueste Technologien und stehen im Anschluss an ihre Vorträge für Diskussionen und Gespräche zur Verfügung. Beispielsweise geht es in den Präsentationen im Themenfeld Zerspanwerkzeuge u.a. um hochpräzise Bearbeitung, die Zerspanung schwieriger Materialien, die Optimierung der Werkzeugrüstzeiten und Aspekte der Digitalisierung. Spanntechnik-Hersteller beleuchten u.a. Nachhaltigkeitsaspekte bei der Auswahl der richtigen Technologie und informieren über Automatisierungslösungen mittels sensorischer Spannmittel und Nullpunktspannsysteme. Bild: stock.adobe.com – Kadmy AMB: Halle 1, Stand B50 www.pwz.vdma.org VHM-BOHRER MIT NEUEM KÜHLKONZEPT Mit dem DC175 Supreme stellt Walter seinen ersten VHM-Bohrer mit Präzisionskühlung vor. Er ist ausgelegt für die Bearbeitung von ISO-Werkstoffen der Gruppen M und S. Die Präzisionskühlung lenkt den Kühlschmierstoff sehr nahe an die Hauptschneide und erhöht dadurch die Bohrer-Standzeit. Um dies zu erreichen, entwickelte Walter eine spezielle Stirngeometrie: mit stabiler, gerader Hauptschneide, viel Spanraum im Zentrum und mit Kühlkanälen, die nahe der Schneidkante positioniert sind. Im Einsatz beim Kunden erzielte Walter damit Standzeitsteigerungen von rund 30 %. Dazu tragen neben der Kühlung und Geometrie auch die neuen Walter Sorten WJ30RZ und WJ30RY bei. HiPIMS-Beschichtung und neuartiges Kühlkonzept ermöglichen es dem Anwender, die Schnittdaten zu erhöhen und so die Produktivität zu steigern bzw. die Fertigungskosten zu senken, weil die Zeit auf der Maschine effizienter genutzt werden kann. www.walter-tools.com NEXT LEVEL SOLUTIONS. NEUE WERKZEUGE ZUM SCHLICHTEN, FRÄSEN UND ABSTECHEN Bei Iscar steht die Entwicklung niemals still – da macht auch die Corona-Pandemie keine Ausnahme. Man habe die Zeit gut genutzt, um bewährte Produkte zu verbessern und neue Werkzeuge auf den Weg zu bringen, so der Werkzeugspezialist. Die Ernte präsentiert das Unternehmen auf der AMB. Eines der Highlights am Messestand sind die neuen VHM-Werkzeuge der Neobarrel-Linie zum Vorschlichten, Schlichten oder 3D-Profilfräsen für die Luft- und Raumfahrtindustrie, den Werkzeug- und Formenbau sowie die Medizintechnik. Die Schaftfräser sind in Tropfen-, Linsen- und Kegelform im Durchmesser von 8 bis 12 mm verfügbar. Sie besitzen vier oder sechs Schneiden und unterschiedliche Radiusgeometrien. Iscar hat die Werkzeuge zudem auch als vierschneidige Multimaster-Fräsköpfe im Portfolio. Vorgestellt werden u.a. außerdem neue Systeme für die Logiq F Grip- und Tang-Grip-Familie, intelligente Lösungen für ein werkstoffsparendes Abstechen von Kleinteilen auf Langdrehern und Mehrspindlern mit kleinen Maschinenräumen sowie Erweiterungen des bewährten Eckfräsers aus der Heli 3 Mill-Linie. AMB: Halle 1 Stand F30 www.iscar.de 18 MY FACTORY 2022/09 www.myfactory-magazin.de

AKUSTISCHE INLINE-QUALITÄTSKONTROLLE ERKENNT DEN KLANG FEHLERFREIER ZERSPANUNG SMART PRODUCTION Hufschmied Zerspanungssysteme hat unter der Bezeichnung SonicShark eine neuartige Technik zur prozessbegleitenden Qualitätskontrolle in der zerspanenden Bearbeitung entwickelt. Mit Hilfe von Körperschallsensoren und einer lernfähigen KI erkennt das System Anomalien in Produktionsprozessen, identifiziert Materialinhomogenitäten und „hört“ beginnenden Werkzeugverschleiß. Durch die bearbeitungsbegleitende Inline-Kontrolle spart SonicShark Zeit und Kosten in der Qualitätssicherung und ermöglicht eine effizientere Werkzeugnutzung sowie eine vorausschauende Wartung. Durch den Einsatz von SonicShark zur Prozessüberwachung ist es laut Anbieter möglich, die Bauteilqualität zu verbessern, Prozesszeiten zu verkürzen, Maschinen länger auszulasten und Ressourcen wie Personen- und Maschinenzeit effizient zu nutzen. Die akustische Inline-Qualitätskontrolle kam bereits in zwei Kooperationsprojekten von MAI Carbon zum Einsatz: Im Projekt MAI ILQ2020 wurden Möglichkeiten zur unternehmensübergreifenden Prozesskontrolle entwickelt. Die Inline-Qualitätskontrolle war zudem ein zentraler Aspekt im Projekt MAI FastMove zur Förderung der HSC-Bearbeitung in der CFK-Zerspanung. AMB: Halle 3, Stand B66 www.hufschmied.net TRANSPORTIEREN UND TRENNEN VON SPÄNEN UND KÜHLSCHMIERSTOFFEN Auf der AMB präsentiert Knoll Maschinenbau sein breites Angebot rund ums Transportieren und Trennen von Spänen und Kühlschmierstoffen. Dabei stets im Blick: die aktuellen Herausforderungen wie Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit. Beispielsweise hat Knoll mit SmartConnect ein neues Steuerungskonzept entwickelt, das für eine unkomplizierte, intuitive Bedienung seiner Anlagen sorgt. Die Basis: ein kleiner Industrie-PC, der mit der Anlagen-SPS kommunizieren kann. Knoll stattet damit seine nachrüstbare Hochdruckaggregate-Familie LubiCool sowie die neuentwickelten, Hydrostat- Filteranlagen Hydro- Pur aus. Gleiches gilt für das Trockenschmiersystem AerosolMaster. Premiere auf der Messe feiert eine SmartConnect-App. Und als Paradebeispiel für Nachhaltigkeit wird der AerosolMaster präsentiert, eine Alternative zum herkömmlichen KSS-Einsatz. Das System beruht auf der Aerosol-Trockenschmierung), bei der feinste Schmierpartikel direkt an die Werkzeugschneide geleitet werden. So wird die Wärmebildung in der Zerspanungskontaktzone verhindert. Vor dem Hintergrund des geringen Schmierstoffverbrauchs reduzieren sich die Bereitstellungs- und Entsorgungskosten fast auf Null. Zudem sei der Energieverbrauch pro Maschine im Vergleich zu zentralen KSS-Anlagen um bis zu 60 % geringer, so Knoll. AMB: Halle 8, Stand C40 www.knoll-mb.de BRIKETTIEREN HÄLT ALU-SPÄNE IM WERTSTOFFKREISLAUF Ein findiger Halbzeuglieferant hat ein Kreislaufwirtschaftsmodell entwickelt, bei dem Ruf Brikettierpressen eine zentrale Rolle spielen. Den Betrieben, die er mit Aluminium-Halbzeugen versorgt, bietet er an, die bei der Produktion anfallenden Aluminiumschrotte sortenrein getrennt abzuholen. Damit bleiben beim anschließenden Einschmelzen die ursprünglichen Legierungen erhalten, sodass daraus wieder hochwertige Halbzeuge in der ursprünglichen Qualität hergestellt werden können. Die zurückgegebenen Aluschrotte schreibt der Halbzeughersteller den Zerspanungsbetrieben auf einem Materialkonto gut. Sie bekommen für die zurückgegebenen Aluschrotte also die gleiche Menge neues Material – abzüglich des geringen Materialverlusts, der beim Einschmelzen entsteht –, für das sie statt des üblichen Preises nur einen Umarbeitungsaufschlag zahlen müssen. Voraussetzung dafür ist allerdings, die Aluminium-Reste vor der Rückgabe zu hochwertigen Briketts zu pressen. Und hierfür hat der Halbzeughersteller die Brikettierung mit Ruf- Anlagen als beste Methode erkannt. Nach der Brikettierung sind sie weitgehend frei von KSS-Resten, und sie haben nur einen Bruchteil des Volumens von Spänen. Mit bis 2,3 kg/l liegt die Dichte der Spänebriketts nicht sehr weit von massivem Aluminium mit circa 2,7 kg/l entfernt. AMB: Halle 8, Stand C45 www.brikettieren.de

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