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Der Betriebsleiter 5/2020

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Der Betriebsleiter 5/2020

FERTIGUNGSTECHNIK

FERTIGUNGSTECHNIK Industrie 4.0: Vernetzte Systeme im Vorfeld testen Die neue Richtlinie VDI/VDE 4004 Blatt 1 vermittelt Grundlagen und die Methodik von Tests vernetzter Industrie-4.0-Systeme. I4.0-Systeme sind definiert als Systeme zur Produktion in Fertigungs- und Prozessindustrie, die eine hohe Vernetzung und das Zusammenwirken mehrerer I4.0-Komponenten beinhalten. Die Richtlinie stellt dazu ein Verfahren zur Grobplanung von Testprozessen vor und skizziert die Methode basierend auf den W-Fragen. Zudem enthält sie ein Formblatt zur Grobplanung sowie Beispiele für dessen Einsatz, sowohl aus der Betreiber- als auch aus der Bereitstellersicht. Herausgeber der Richtlinie VDI/VDE 4004 Blatt 1 „Testen vernetzter I4.0-Systeme – Grobplanung verteilter Testprozesse“ ist die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA). Die Richtlinie erscheint im April 2020 als Entwurf und kann beim Beuth Verlag bestellt werden. Die Möglichkeit zur Mitgestaltung durch Stellungnahmen besteht durch Nutzung des elektronischen Einspruchsportals oder durch schriftliche Mitteilung an die herausgebende Gesellschaft (gma@vdi.de). www.vdi.de www.beuth.de Vollautomatisch mehrere Flüssigkeiten gleichzeitig abfüllen Präzisionsmaschinen für den Werkzeugund Formenbau Die Kern Microtechnik GmbH ist bekannt für ihre Produktionsmaschinen zur Einzel- und Serienfertigung von komplexen Präzisionsteilen im Werkzeug- und Formenbau. Der Klassiker ist die Kern Micro Vario, die sich durch höchste Genauigkeit am Werkstück, Zuverlässigkeit und zahlreiche Konfigurationsvarianten auszeichnet. Mit der Kern Micro Pro hat der Präzisionsmaschinenbauer eine weitere Variante im Programm, die auf der Kern-Micro-Plattform basiert. Dieses Modell ist die prozessstabile Lösung für die effiziente Herstellung von Elektroden und Formeinsätzen in einem preissensiblen Marktsegment. Besonderes Merkmal ist die sogenannte One-Box-Bauweise. Heißt: Alle Aggregate sind in der Maschine enthalten, die lediglich eine Stellfläche von weniger als 4 m ² benötigt und in der Höhe nur 2,50 m sowie in der Breite 1,59 m misst. Das Gewicht liegt bei knapp 5,2 t. Integriert ist außerdem ein Werkzeugkabinett für bis zu 210 Werkzeuge und bis zu 60 Werkstücke. Dies ermöglicht einen mannlosen Mehrschichtbetrieb auf kleinstem Raum ohne zusätzliche Anbauten. www.kern-microtechnik.com Wartungsplaner für die rechtssichere Betriebsmittelwartung MiniTec ist auf die Themen Automatisierung, Fördertechnik, Arbeitsplatzsysteme und Montagetechnik spezialisiert. Mit dieser Kompetenz realisiert der Mittelständler auch Maschinen und Anlagen für seine Kunden. Als neuestes Projekt wurde eine vollautomatische Abfüllanlage geplant und umgesetzt, die zwei verschiedene Flüssigkeiten gleichzeitig in einem Arbeitsgang dosiert. In der modular konzipierten Linie können einzelne Stationen auch separat betrieben werden. Sie ist so flexibel einsetzbar. Die Abfüllanlage besteht aus einem Doppelgurtförderer mit Aufnahmenocken für zwei verschiedene Gefäßgrößen. Dieser Förderer verbindet die insgesamt sieben verschiedenen Arbeitsstationen. Nach der manuellen Aufgabe der Behältnisse wird an der ersten Abfüllstation die erste Flüssigkeit eingefüllt. Die Dosierung erfolgt zeitgesteuert. Anschließend wird ein Deckel mittels Pick-and- Place-Einheit aus einem Bandbunker übernommen. Ein Kamerasystem mit Orientierungserkennung stellt die korrekte Lage der Verschraubung sicher. Nach dem Aufbringen des Verschlusses durch ein Rotationsmodul werden jeweils vier Behälter durch einen Cobot übernommen und in Position zum Abfüllen der zweiten Flüssigkeit gebracht. Taucht ein Hindernis auf, stoppt die Steuerung den Vorgang automatisch. Dadurch benötigt die Anlage keine Schutzeinhausung. Danach wiederholen sich die Schritte in der Folgestation. Abschließend werden die fertigen Behälter in einen Tray übergeben. Die Anlage wird von einer Siemens S7 SPS gesteuert. Alle Bedienungsfunktionen sind auf einem mobilen Touchpanel visualisiert. Pro Minute werden 35 Behälter mit zwei verschiedenen Flüssigkeiten verarbeitet. www.minitec.de Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, Arbeitsmittel, Maschinen und Anlagen regelmäßig zu prüfen, um einen durchgängig hohen Arbeitsschutz gewährleisten zu können. Verpasste Fristen können zu Bußgeldern führen – und im Worst Case zu fehlendem Versicherungsschutz bei Arbeitsunfällen, die wegen ungeprüfter Betriebsmittel entstanden sind. Hier einen Überblick zu behalten, ist gar nicht so einfach. Unternehmen können diesen Aufwand mit dem richtigen Software- Tool schnell, rechtssicher und effizient bewältigen. Der Wartungsplaner der Unternehmensberatung Hoppe deckt sämtliche Aspekte im Rahmen der Betriebsmittelwartung ab. Im integrierten Kalender können Wartungen direkt geplant und in Prüfberichten Wartungsaufträge generiert werden. Die wichtigsten Prüftermine sind bereits hinterlegt. Die Software erfasst sämtliche Prüfgegenstände und Objektdaten. Weitere relevante Daten werden einfach hinterlegt. Mit wenigen Klicks können Dokumente erstellt, gepflegt, archiviert oder exportiert werden. Zudem können wichtige Instandhaltungskennzahlen grafisch aufbereitet werden. Der Wartungsplaner basiert auf DIN EN ISO 9001 und entspricht den Empfehlungen der Berufsgenossenschaften für das Prüffristenmanagement. Er erleichtert auch die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen. Die Anforderungen aus ISO 14001 zum Umweltschutz und OHSAS 18001 werden ebenfalls unterstützt. www.hoppe-net.de 12 Der Betriebsleiter 05/2020 www.derbetriebsleiter.de

FERTIGUNGSTECHNIK Schwingungsdämpfende Technologie für das Drehen und Fräsen Mit Accure·tec stellt Walter ein Dämpfungssystem speziell für das Drehen und Fräsen mit langauskragenden Werkzeugen vor. Die Schwingungsdämpfung durch das axial und radial elastisch gelagerte Dämpferelement ist ab Werk voreingestellt. Die Werkzeuge sind damit ohne Einstellaufwand direkt einsetzbar. Drehbearbeitungen bis 10 × D sollen sich mit den Bohrstangen A3000 hoch prozesssicher und mit sehr guten Oberflächengüten realisieren lassen. Als Beispiele werden H7-Passungen oder das Innenausdrehen von Generatorwellen mit Rz 6,3 genannt. Die ebenfalls neuen QuadFit-Schnellwechselköpfe ermöglichen einen schnellen Werkzeugwechsel und erhöhen die Wiederholgenauigkeit (±2 µm). Beim Fräsen sind Accure·tec-Aufnahmen AC001 bis 5 × D mit bis zu dreimal höheren Schnittdaten als konventionelle Werkzeuge einsetzbar. Die Accure·tec-Aufnahmen AC001 sind optimal abgestimmt auf das Walter Fräser-Programm. Dies gilt insbesondere für High-feed- Fräser, deren Hauptschnittkraft in Spindelrichtung geht. Anwender profitieren von der guten Vibrationsdämpfung und geringen Geräuschentwicklung des Systems. Accure·tec verspricht höhere Standzeit, Produktivität und Prozesssicherheit und schont Werkzeuge und Maschinenspindel – trotz höherer Schnittdaten. www.walter-tools.de Predictive Manufacturing als Baustein im Modell „Smart Factory Elements“ Bei Predictive Manufacturing bzw. Prediction im Allgemeinen geht es im Regelkreis des Modells „Smart Factory Elements“ darum, dass auf Basis von Daten und Analysen Ereignisse und Ergebnisse vorhergesagt werden. Dieser Regelkreis sieht vor, dass auf Basis von Vorgaben unterschiedlicher Quellen die Fertigung geplant und diese Planung dann umgesetzt bzw. ausgeführt wird. Die dabei erfassten Daten werden analysiert, um daraus unter anderem Vorhersagen abzuleiten, die zusammen mit anderen Erkenntnissen wiederum in die Planung einfließen können. Das IIoT unterstützt diesen Kreislauf durch die Erfassung und Bereitstellung von Daten. Anwendungen aus dem Element Prediction nutzen sowohl große Mengen erfasster Daten als auch Methoden der KI, um daraus Ereignisse und Verhaltensweisen zu prognostizieren. Dabei ähnelt das Vorgehen sehr dem eines menschlichen Experten. Erfahrungswerte und erkannte Zusammenhänge sind die Basis für eine gute Prognose. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass KI in kürzerer Zeit mehr Daten verarbeiten kann. Neben dem omnipräsenten Predictive Maintenance bietet MPDV mit Predictive Quality eine erste Anwendung zur Vorhersage der Produktqualität auf Basis von erfassten Echtzeitdaten. www.mpdv.com Endlosstreifen aus der Folienverarbeitung zerkleinern Wo immer bei der Herstellung oder Verarbeitung von Folien große Mengen endloser Streifen aus dem Randbeschnitt anfallen, stellt sich die Frage nach deren Re-Konditionierung, Wiederaufbereitung und Rückführung in die Produktion. Zu den ersten Prozessstufen dieses Kreislaufs gehört das schnelle und zuverlässige Schreddern. Damit das möglichst synchron mit der Absaugung der Folienreste aus der Produktionsanlage erfolgen kann, hat der Zerkleinerungsspezialist Getecha die Folienschneider FS 200 und FS 300 entwickelt. Sie lassen sich einfach in die Rohrleitungen der Absaug- oder Gebläsesysteme integrieren und nehmen es mit nahezu jeder Art von Randbeschnitt auf. Das heißt, sie können Folienstreifen aus Kunststoff und Aluminium ebenso effektiv zerkleinern wie z.B. Papier-, Vliesstoff- und Furnierreste. Darüber hinaus kommen die Getecha-Folienschneider auch in der spangebenden Metallbearbeitung zum Einsatz. Hier verwandeln sie die langen Endlosspäne aus Drehmaschinen und -automaten in kurze Spanstreifen. www.getecha.de Behalten Sie den Durchblick MASCHINEN- SICHERHEITSSCHEIBEN Die individuellen Sicherheitsscheiben von HEMA schützen Bediener von Werkzeugmaschinen. Sie können optional mit integrierter LED-Beleuchtung ausgestattet werden. HEMA Maschinen- und Apparateschutz GmbH Am Klinggraben 2 | 63500 Seligenstadt Tel.: +49 6182 773-0 | info@hema-group.com www.hema-group.com Glas ESG/VSG Polycarbonat kratzfest beschichtet NEU: Sicherheitsscheiben jetzt auch gebogen lieferbar. www.derbetriebsleiter.de Der Betriebsleiter 05/2020 13

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