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Der Betriebsleiter 4/2020

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Der Betriebsleiter 4/2020

INTRALOGISTIK SERIE 07

INTRALOGISTIK SERIE 07 Wilfried Neuhaus-Galladé: „In all unserem Denken und Handeln stehen wir in der Verpflichtung gegenüber unserer 275-jährigen Tradition der Innovation“ Leitung des Hebezeugherstellers übernahm. Dabei war der Start zunächst steinig. Der Bergbau, einer der wichtigsten Absatzmärkte jener Zeit, hatte in Deutschland nicht mehr den Stellenwert wie in den zurückliegenden Jahrzehnten; viele Zechen wurden geschlossen, eine Industrie stand quasi vor dem Aus. Mit den entsprechenden Folgen für das Geschäft von J.D. Neuhaus. Eine große Herausforderung für den neuen Geschäftsführer und mithin Chance zugleich. Mit ausgeprägtem Managementwissen und einem engagierten Team gelang es, neue Märkte zu gewinnen und neue Anwenderbranchen im In- und Ausland zu erschließen. Der Aufbau einer weltweiten Vertriebsorganisation mit Tochtergesellschaften in den USA, Frankreich, Großbritannien und Singapur steigerte den Exportanteil im Laufe der Jahre auf heute mehr als 80 Prozent. In den Kundenbüchern stehen Unternehmen aus 70 Branchen in 90 Ländern der Erde. Bis zu 8 000 Hebezeuge pro Jahr verlassen die Werkshallen in Witten-Heven. Bedeutenden Anteil an diesem Erfolg hatten sicherlich innovative Produktentwicklungen. Dazu gehören u. a. die Ex-geschützten Drucklufthebezeuge der Profi-Baureihe, die das Tragfähigkeitssegment von 250 kg bis 100 Tonnen für Einsätze unter härtesten industriellen Bedingungen abdecken. Aber es sind nicht allein die globale Ausrichtung, die Entwicklung und Fertigung innovativer Hebezeug-Baureihen, die den Erfolgskurs des Unternehmens unter der Führung von Wilfried Neuhaus-Galladé bis heute bestimmen. Ein wichtiges Anliegen war und ist für ihn der kontinuierliche Verbesserungsprozess in Fertigung und Organisation. So wurde in den ersten Jahren unter seiner Führung damit begonnen, die Fertigung zu modernisieren. Die erwartete Effizienzsteigerung ließ nicht lange auf sich warten und war in vielerlei Hinsicht ein wichtiger Schritt in die neue Zeit und hat – neben der Kernkompetenz zur Entwicklung innovativer Drucklufthebezeuge – maßgeblich dazu beigetragen, dass J.D. Neuhaus in den vergangenen drei Jahrzehnten die Weltmarktführerschaft im Bereich der pneumatischen und hydraulischen Hebezeuge erreicht hat. Heute ist der Maschinenpark mit modernen Anlagen sicherlich ein hoher Benchmark in der Branche. Die zuvor genannten Erfolge wären jedoch ohne die engagierten Mitarbeiter in allen Bereichen des Unternehmens nicht möglich gewesen. Dass es für den Hersteller keinen Stillstand gibt, beweist die Entwicklung der neuen Serie „mini“. Die kompakten Druckluft-Hebezeuge mit integriertem NFC-Tag und Service-App sind branchenweit einzigartig. Im Vergleich zum Vorgängermodell ließ sich der Wirkungsgrad optimieren. Der Betreiber profitiert von spürbar reduzierten Gesamtbetriebskosten. Mit der Entwicklung der Serie konnte das Unternehmen vor allem in den Bereichen Automotive, Food, Pharma und der chemischen Industrie zusätzliche Marktanteile gewinnen. Aber ausruhen auf den Lorbeeren des Erfolgs passt nicht so recht zur Philosophie eines traditionsreichen und zukunftsorientierten Unternehmens. Und so steht bereits die nächste große Herausforderung an: die Digitalisierung. Auch diesbezüglich ist man in Witten-Heven auf einem guten Weg, die Chancen der Digitalisierung für die Hebezeugbetreiber zu erschließen. Und auch hier gilt laut Wilfried Neuhaus-Galladé: „In all unserem Denken und Handeln stehen wir in der Verpflichtung gegenüber unserer 275-jährigen Tradition der Innovation.“ Bilder: J.D. Neuhaus Autor: Winfried Bauer, Chefredakteur unserer Schwesterzeitschrift f+h 24 Der Betriebsleiter 04/2020 www.derbetriebsleiter.de

INTRALOGISTIK Portfolio industrieller Exoskelette weiter ausgebaut Ottobock baut die Produktfamilie Paexo und damit das Portfolio der industriellen Exoskelette weiter aus: Neu sind Paexo Soft Back und Paexo Neck. Bei stehenden Tätigkeiten und leichter Lastenhandhabung unterstützt Paexo Soft Back den Anwender im Bereich der unteren Wirbelsäule. Es fördert eine ergonomische Körperhaltung, so dass selbst längere Montagearbeiten im Stehen möglich sind. Wie ein Hüftgürtel lässt sich das Exoskelett leicht anlegen. Die Nackenstütze Paexo Neck entlastet die Halswirbelsäule bei Überkopfarbeiten. Sie funktioniert nach dem Prinzip einer Hängematte. Der Anwender kann seinen Kopf einfach locker nach hinten legen und wird dabei gehalten. Dank des stabilen und zugleich federleichten Designs lässt sich Paexo Neck schnell und einfach anlegen. Paexo Soft Back und Neck lassen sich beide mit Paexo Shoulder kombinieren, so dass sich z.B. Nacken und Schulterband zugleich unterstützen lassen. Paexo Shoulder wird ähnlich wie ein Rucksack eng am Körper getragen. Bei Überkopfarbeiten leitet es das Gewicht der erhobenen Arme mittels einer mechanischen Seilzugtechnik auf die Hüfte ab. www.ottobock.de Brandschutzlager aus Beton Protecto-Brandschutzlager aus Beton bieten ein hohes Maß an Sicherheit für Unternehmen, in denen mit wassergefährdenden und brennbaren Stoffen gearbeitet wird – als spezielles Gefahrstofflager zur Verringerung der Risiken von Feuer oder Explosion. Sie werden unter strenger Berücksichtigung aller Zulassungsvorschriften individuell konzipiert und sind robust, wertbeständig und dank hoher chemischer Beständigkeit besonders langlebig. Brandschutzlager von Protecto sind als begehbarer Raum, als Regallager oder als Fasszelle erhältlich, der Korpus besteht aus Stahlbeton C30/37. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören nach DIN 4102 integrierte Auffangwannen, selbstschließende Brandschutz-Flügeltüren und eine hochwertige Oberflächenbeschichtung – umfangreiches Zubehör, vom Fachbodenregal bis zur Klimaanlage, rundet das Angebot ab. Brandschutzlager aus Beton bieten diverse Vorteile: Beton ist widerstandsfähig. Hohe Druck- und Stoßfestigkeit führt, z. B. beim Anstoß durch einen Stapler, zu geringeren Beschädigungen und niedrigerem Reparaturaufwand. Die Stahl-Auffangwanne ist eingegossen, Flüssigkeiten können somit nicht zwischen Wand/Boden und Wanne laufen. Daraus resultiert ein deutlich geringerer Aufwand im Unterhalt, da keine Sichtkontrolle der Auffangwanne von unten notwendig ist. Zudem schützt der Beton die Wannenaußenseite vor Kontaktkorrosion. Die helle Betonfassade heizt sich im Sommer nicht so stark auf, was geringere Betriebskosten bei Kühlung und ein geringeres Gefahrenpotenzial durch Ausdünsten von Stoffen mit sich bringt. www.protecto.de Per Lichtstrahl intuitiv zum richtigen Lagerplatz Kasto präsentiert sein bewährtes Turmlagersystem Unitower mit einer praktischen Neuerung: Das Langgut- und Blechlager ist ab sofort mit integrierter Pick-by-light-Funktion erhältlich. Diese führt den Bediener mithilfe eines Lichtstrahls intuitiv zum benötigten Artikel. Anwender können damit deutlich Zeit im Lager sparen und Fehler vermeiden. Die Pick-by-light-Funktion ist besonders hilfreich in Lagern, in denen die Paletten oder Kassetten in mehrere Fächer unterteilt sind. Sie ist in die Steuerung des Kasto-Lagers integriert und erhält von dieser die Information, welcher Artikel für den jeweiligen Auftrag gerade ein- oder ausgelagert werden soll. Nachdem der Ladungsträger auf die Station gebracht wurde, wird der Inhalt der Kassette mit einem Lichtstrahl ausgeleuchtet. Der Bediener erkennt auf einen Blick das richtige Fach und kann die Ware fehlerfrei einlagern oder entnehmen. Das reduziert den Zeitaufwand sowie Fehler durch eine falsche Zuordnung. Der Unitower ist in zwei verschiedenen Ausführungen erhältlich: Zur Lagerung von Langgutmaterialien oder für Blech- und Flachprodukte sowie Behälter. Die Turmlager sind als Baukastensystem mit einzelnen Modulen konzipiert, wodurch sich auch individuelle Lösungen einfach realisieren lassen. Der Unitower ist als Einzel- oder Doppelturm verfügbar, wahlweise freistehend in einer Halle oder als außerhalb platziertes, separates Lagergebäude mit Decken- und Wandelementen. www.kasto.com Energie- und Datenübertragung schnell ausgerollt und angeschlossen Energie auf langen Wegen sicher führen und das kostengünstig: Dieses Ziel stand hinter der Entwicklung der autoglide 5 von igus. Das neue Energiekettensystem ist speziell für den horizontalen Einsatz in der Intralogistik sowie an Kranlagen konzipiert. Das Besondere: Die Energieführung ist schnell montiert, da sie auf eine Führungsrinne verzichtet. Stattdessen liegt sie mithilfe einer besonderen Unterseitenkonstruktion auf einem gespannten Seil. „Die autoglide 5 lässt sich einfach in der Gasse auf einem Seil oder einem Profil aufbauen. Sie punktet u. a. mit einer 88 % kürzeren Montagezeit im Vergleich zu Rinnensystemen sowie ihrer Wartungsfreiheit,“ erklärt Christan Strauch, Branchenmanager Intralogistik bei igus. „Damit bietet die neue Energieführung eine echte Alternative zur Stromschiene.“ Da die autoglide 5 im Gegensatz zur Stromschiene keine offenen Kontakte besitzt, ist die Gasse einfach zu reinigen. igus bietet das Energiekettensystem bereits fertig konfektioniert als readychain mit hochflexiblen chainflex Leitungen an. www.igus.de www.derbetriebsleiter.de Der Betriebsleiter 04/2020 25

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