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MY FACTORY 3/2021

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MY FACTORY 3/2021

BETRIEBSTECHNIK

BETRIEBSTECHNIK ARBEITSPLATZSYSTEME HANDMONTAGE IN EINER DIGITALEN ARBEITSWELT? Spielt Handmontage in Zukunft überhaupt noch eine Rolle? Ja, denn bei vielen industriellen Produktionsprozessen ist der Mensch immer noch unabdingbar. Dass die Handmontage auch in Hochlohnländern bezahlbar bleibt, dabei helfen anforderungsspezifische und nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltete Montagearbeitsplätze, die sich in digitale Fertigungswelten einbinden lassen. In den vergangenen Jahren gab es lange Zeit einen eindeutigen Trend: personalintensive Produktionen wurden nach Asien verlagert, um die Fertigungskosten möglichst gering zu halten. Diese Vorgehensweise bewährte sich für Massenware und tut dies auch heute noch. Allerdings stellt sich der Weg nach Asien bei anspruchsvollen Produkten häufig als Irrweg heraus. Zudem deckt die aktuelle Pandemie die Grenzen einer Produktionsverlagerung nach China oder Indien auf. Insbesondere bei der Herstellung medizinischer Produkte erwies sie sich als äußerst kritisch. Immer mehr europäische Unternehmen holen daher wenigstens Teile ihrer Produktion wieder zurück nach Europa. Eine wichtige Voraussetzung für ein solches „Onshoring“ ist die Möglichkeit zur weitgehenden Automatisierung der Prozesse, damit die Produkte bezahlbar bleiben. Doch nicht jede Fertigung lässt sich sinnvoll automatisieren. Dies gilt vor allem für die Herstellung komplexer Produkte in kleinen Stückzahlen mit einer hohen Variabilität sowie für Sonderlösungen. Um auch solche Produkte und Abläufe wirtschaftlich in Europa fertigen bzw. darstellen zu können, bedarf es spezieller Montagearbeitsplätze, die sich in die digitale Arbeitswelt integrieren lassen. Die Anforderungen an solche digitalisierbaren Handarbeitsplätze sind hoch. So müssen sie nicht nur den Mitarbeiter von körperlich belastenden oder monotonen Tätigkeiten entbinden, sondern auch dazu beitragen, dass die fraglichen Arbeitsabläufe sicher und fehlerfrei umgesetzt werden. Darüber hinaus muss die Montagesicherheit auch bei einem Mitarbeiterwechsel garantiert sein – ein speziell im Hinblick auf die Qualitätssicherung entscheidender Faktor. MEHR MÖGLICHKEITEN So haben heutige Montagearbeitsplätze mit den starren Standardarbeitsplätzen der Vergangenheit nicht mehr viel gemein. Moderne Handarbeitsplätze lassen sich in der Höhe und hinsichtlich der Griffweiten an den jeweiligen Werker anpassen und gewährleisten 32 MY FACTORY 2021/03 www.myfactory-magazin.de

BETRIEBSTECHNIK damit ergonomisches, ja sogar behindertengerechtes Arbeiten. Die Wirtschaftlichkeit dieser Arbeitsplätze wird dadurch gewährleistet, dass sie sich variabel an die jeweilige Tätigkeit anpassen und unkompliziert auf neue Aufgaben umrüsten lassen. Zudem garantieren sie durch die Kombination mit (teil-)automatisierten Entnahme- und Beladevorrichtungen eine prozesssichere, fehlerfreie Fertigung. Selbstverständlich können solche Montagearbeitsplätze Kunden. Dabei werden auch alle „kritischen“ Arbeitsschritte wie beispielsweise Zwischenprüfungen als Qualitätskontrolle festgelegt. Denn davon hängt letztlich die Lösung ab. In vielen Fällen hilft es dem Kunden auch, einen Workshop zum Thema Arbeitsplätze bei dem Unternehmen in Minden zu besuchen, um sich über die Möglichkeiten des Systems und die daraus folgenden Optionen für seine Fertigung klar zu werden. „Bei uns im Haus kann der Kunde mit seinem Bauteil die verschiedenen Arbeitsplätze austesten. Wenn er dann den Unterschied zwischen den verschiedenen Arbeitsplätzen konkret erlebt, kommt es nicht selten zu einem Aha-Erlebnis“, berichtet Hartmut Hoffmann, Geschäftsführer von RK Rose+Krieger. Entscheidet sich der Kunde für eine Arbeitsplatzlösung von RK Rose+Krieger, kann er aus einem Baukasten an Lösungsoptionen wählen. Denn die Mindener bieten neben den reinen Komponenten auch den Entwurf der Arbeitsplatzlösung, deren Konstruktion und Produktion sowie die „schlüsselfertige“ Umsetzung vor Ort inklusive Inbetriebnahme und Schulung der Mitarbeiter des Kunden an. Ebenfalls optional sind die Integration einer Qualitätssicherung und die Dokumentation der Montageergebnisse. UMFASSENDE KOMPETENZEN Das Angebot an Montagearbeitsplätzen von RK Rose+Krieger reicht von einem einfachen Arbeitstisch bis hin zu einem teilautomatisierten, ergonomisch angepassten Montagearbeitsplatz mit Cobot- und ERP-Anbindung. Möglich macht das umfassende Angebot die Kooperation mit der Tochtergesellschaft RK-AHT und auch mit der Firma Mitsubishi Electric. Die Mindener Konstrukteure sind auf rein mechanische, höhenverstellbare Arbeitsplätze spezialisiert, während ihre Kollegen von RK-AHT die komplexeren Montagearbeitsplätze konzipieren und realisieren, bei denen entsprechende Steuerungs- und Softwarekompetenzen gefragt sind. Der Kunde merkt davon allerdings nichts. Er hat nur einen Ansprechpartner, mit dem er alle Fragen klärt. auch ESD- und/oder reinraumgerecht gestaltet sowie mit kollaborativen Robotern kombiniert werden. So anspruchsvoll wie die Anforderungen sind, die an digitalisierte, ergonomische Handarbeitsplätze gestellt werden, ist auch deren Konfiguration. Es kann daher zeit- und kosteneffizienter sein, sich bei der Konzeption eines geeigneten Arbeitsplatzes an einen Experten wie RK Rose+Krieger zu wenden, anstatt sich selbst an der Zusammenstellung der Elemente zu versuchen. Schließlich erfordert es umfassende Kenntnisse auf den Gebieten von Mechanik, Elektronik und Softwarelösungen, um einen prozess- und maschinensicheren Montagearbeitsplatz zu realisieren. Überdies liefert ein erfahrender Anbieter wie RK Rose+Krieger nicht nur den anforderungsspezifisch gefertigten Arbeitsplatz, sondern dazu auch eine umfassende Dokumentation. RK Rose+Krieger ist ein Komplettanbieter im Bereich von Lineareinheiten, Hubsäulen, Elektrozylindern, Alu-Profilsystemen und Rohrverbindern und verfügt über eine umfassende Expertise im Bereich Arbeitsplatzsysteme. DER WEG ZUM PASSENDEN MONTAGEARBEITSPLATZ Wenn die Spezialisten für Lean-Arbeitsplatzsysteme bei RK Rose+Krieger einen Montagearbeitsplatz entwickeln, beginnt alles mit der Definition der Anforderungen gemeinsam mit dem MONTAGEARBEITSPLÄTZE SIND KEINE FOSSILIEN, SIE SIND TEIL DER DIGITALEN EVOLUTION. Hartmut Hoffmann, Geschäftsführer RK Rose+Krieger GmbH „Durch RK-AHT mit seinen erfahrenen Spezialisten aus Robotik, Verfahrenstechnik und Hardware- sowie Softwareentwicklung verfügen wir jetzt auch über Kompetenzen in den Bereichen Steuerungstechnik, Elektrik und Software“, erklärt Hartmut Hoffmann, der auch die Geschäfte von RK-AHT leitet. Bei der Ausstattung der Montagearbeitsplätze beispielsweise mit Cobots oder Poka-Yoke-Systemen kommt Mitsubishi Electric ins Spiel. Der führende Anbieter von Komponenten und Lösungen liefert Motoren, Steuerungen, Roboter und Visualisierungen für die digitalisierten Montagearbeitsplätze. Umgekehrt verweist Mitsubishi Electric seine Kunden an RK Rose+Krieger, wenn diese nicht nur die reinen Komponenten, sondern komplette Arbeitsplatzlösungen wünschen. www.myfactory-magazin.de MY FACTORY 2021/03 33

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