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MY FACTORY 1/2021

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MY FACTORY 1/2021

BETRIEBSTECHNIK DIE

BETRIEBSTECHNIK DIE ZUKUNFT DER REINIGUNG IST JETZT VERNETZTE SAUBERKEIT Digitalisierung auch bei Reinigungsprozessen? Dies scheint auf den ersten Blick eine weit in der Ferne liegende Zukunftsvision. In der Realität ist sie bereits angekommen und der Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Steuerung der Reinigungsprozesse ist für Anwender von Kärcher bereits Alltag. 40 MY FACTORY 2021/01-02 www.myfactory-magazin.de

MIT FLOTTEN- UND PROZESS- MANAGEMENT-SYSTEMEN HÄLT DIE DIGITALISIERUNG EINZUG IN DIE BETRIEBS- REINIGUNG Auch in der Bodenreinigung spiegeln sich die aktuellen Megatrends wider: So kommen heute etwa verstärkt Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz, die deutlich leichter sind als normale Akkus und eine signifikante Gewichtsersparnis bringen – und auch die Digitalisierung ist bereits angekommen. Dabei zeichnet sich ein Wandel von der rein erfahrungsbasierten Reinigung hin zu dynamischen, wissensbasierten Konzepten ab, die statische Reinigungspläne und die papiergebundene Verwaltung ersetzen – durch bedarfsorientiertes Arbeiten und effiziente Geschäftsprozesse.. „Unterschiedliche Bestandteile sind im Reinigungsprozess der Zukunft wesentlich und müssen miteinander interagieren: Klassische Reinigungskräfte, Softwarelösungen, eine intelligente Einsatzplanung, Flottenmanagement und Smart Data gilt es, zu einem funktionalen System zusammenzufügen,“ erläutert Philipp Kipf, Produktmanager Digitale Produkte bei Kärcher. Softwarelösungen nehmen zunehmend eine zentrale Rolle ein. Insbesondere sogenannte Operations- und Mobile-Fulfillment- Software ermöglicht eine bedarfsorientierte, effiziente und transparente Organisation der täglichen Reinigungsabläufe und übergeordneter Managementprozesse. Dabei können Informationen aus ganz unterschiedlichen Quellen verarbeitet werden – etwa Daten von Reinigungsmaschinen, Gebäudenutzungsdaten oder Wetterdaten. KÜNSTLICHE INTELLIGENZ ALS VERMITTLER Mittels künstlicher Intelligenz werden diese zusammengeführt und dem Schichtverantwortlichen in Form von Handlungsempfehlungen nutzbar gemacht. So fungiert die Software als zentrale Schaltstelle für das operative Geschäft. Alle Prozessschritte aller Mitarbeiter laufen digital begleitet innerhalb des Systems zusammen. Wenn sich Rahmenbedingungen ändern, wird der Reinigungsplan dem tatsächlichen Bedarf angepasst. Auch bei der kontaktlosen Echtzeit-Kommunikation zwischen Objektleitung, Reinigungspersonal und Kunde kann die Software unterstützen und gleichzeitig erbrachte Leistungen sowie die Arbeitszeiten dokumentieren. Diese Softwarelösungen lassen sich oftmals an bereits bestehende ERP-Systeme anbinden, mit denen Unternehmen Ressourcen wie Kapital, Personal, Betriebsmittel, Material und Informations- und Kommunikationstechnik bedarfsgerecht planen, steuern und verwalten. Werden die Frequentierung von Räumlichkeiten sowie der Stand der zur Verfügung gestellten Verbrauchsmaterialien über Sensoren erfasst, so kann aus diesen Daten eine dynamische, bedarfsorientierte Steuerung der Reinigung erfolgen. Notwendig dafür ist künstliche Intelligenz, die aus den Informationen für ein Objekt zunächst bestimmte Muster errechnet – beispielsweise, wo und wann generell mehr Publikumsverkehr und somit Reinigungsbedarf zu erwarten ist und wo weniger. Zudem werden geänderte Rahmenbedingungen sofort erfasst und als aktuelle Aufgabe an die Reinigungskräfte übermittelt. Der Einsatz sensorbasierter KI-Systeme ist derzeit auf dem Vormarsch. Verschiedene Kosten-Nutzen-Rechnungen für große Objekte zeigen auf, dass sich der Erfolg sehr schnell und klar in Zahlen ausdrückt. Nebenbei werden die Abläufe für Reinigungskräfte angenehmer, da unnötige Wege eingespart werden und zielorientiertes Arbeiten möglich ist. DIE KONSEQUENZEN KLUGER DIGITALISIERUNG Es zeigt sich, dass über digitale Lösungen der Arbeitsalltag von Reinigungskräften erleichtert werden kann. Unnötige Aufgaben fallen weg, produktive Tätigkeiten finden mehr Raum. Hinzu kommt, dass durch die durchgängige digitale Erfassung von Tätigkeiten deutlich mehr Transparenz erreicht wird. Dies kann in Zeiten, in denen Hygiene einen besonderen Stellenwert einnimmt, auch Sicherheit und Gewissheit schaffen über den Zustand von Räumlichkeiten. Systeme, die die Zufriedenheit von Gebäudenutzern in Bezug auf die Sauberkeit erfassen, können zusätzlich dazu beitragen, das Ergebnis der Reinigung zu bewerten. Digitale Systeme leisten somit über die gesamte Wertschöpfung hinweg einen wichtigen Beitrag dazu, die Qualität der Reinigung zu erfassen und zu verbessern. Bilder: Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH www.kaercher.de FAZIT: REINIGUNG DER ZUKUNFT Im Reinigungsprozess der Zukunft gilt es, klassische Reinigungskräfte, Softwarelösungen, intelligente Einsatzplanung, Flottenmanagement und Smart Data zu einem funktionalen System zusammenzufügen. Philipp Kipf, Produktmanager Digitale Produkte bei Kärcher UNTERNEHMEN Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH Friedrich-List-Straße 4, 71364 Winnenden Telefon: 07195 903-0 E-Mail: info@vertrieb.kaercher.com ZUSATZINHALTE IM NETZ Mehr Informationen zu den digitalen Lösungen von Kärcher finden Sie unter: bit.ly/2N8raXR www.myfactory-magazin.de MY FACTORY 2021/01-02 41

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