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Der Betriebsleiter 3/2020

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Der Betriebsleiter 3/2020

FERTIGUNGSTECHNIK

FERTIGUNGSTECHNIK Praxisorientierte Ausbildung Retrofit für Unterrichtsmaschinen einer Berufsfachschule für Feinwerkmechanik 01 Begeistern die Auszubildenden mit ihrer intuitiven Touch-Bedienung: die neuen Positionsanzeigen ND 7013 02 01 02 Für den Anbau der neuen Längenmessgeräte waren viele Anpassungen erforderlich, die die Ausbildenden zu ihrem Projekt machten Mehr Praxisnähe geht nicht in der Ausbildung: An der Robert-Gerwig- Schule in Furtwangen machten die Auszubildenden der Feinwerkmechanik das Retrofit ihrer Unter- richtsmaschinen mit Heiden- hain-Längenmessgeräten und neuen Positionsanzeigen zum Schulprojekt. läutert er diesen beachtlichen Aufwand. „Die Unternehmen der Region wissen das durchaus zu honorieren. Unsere Absolventen sind bei ihnen sehr gefragt.“ Fit für die Gegenwart Damit die Ausbildung und die Maschinen auf der Höhe der Zeit bleiben, ist nicht immer gleich eine Neuanschaffung notwendig. Manchmal genügt auch ein geschicktes Retrofit, um eine Maschine aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu katapultieren. „Wir haben insgesamt acht Maschinen mit neuen Positionsanzeigen ausstatten lassen. Vier davon hatten bis dato überhaupt keine elektronische Anzeige, sondern wurden noch komplett manuell über Nonius und Skalenringe positioniert“, fasst Jörg Faller die Arbeiten zusammen. An den vier anderen Maschinen wurden ältere Heidenhain- Positionsanzeigen und Längenmessgeräte erneuert. Dabei bestätigte sich einmal mehr die Erfahrung, dass eine Nachrüstung immer für Überraschungen gut ist. Selbst wenn man glaubt, die Maschine gut zu kennen, tauchen plötzlich und unerwartet Abweichungen auf. Vor allem an den Maschinen, die zuvor noch keine Längenmessgeräte hatten, waren Anpassungen nötig, um den Anbau überhaupt erst zu ermöglichen. Auszubildende machen Retrofit zu ihrem Projekt Genau diese Anpassungen machten die Auszubildenden der Feinwerkmechanik zu ih- Hervorgegangen aus einer alten Uhrmachertradition, beheimatet Furtwangen im Schwarzwald eine ganze Reihe international marktführender Technologieunternehmen und eine namhafte Hochschule. Über die Region hinaus weniger bekannt, aber in dieser Form einzigartig ist die Robert-Gerwig-Schule, kurz RGS. Sie ist eine der wenigen Berufsfachschulen, die eine komplette dreijährige technische Ausbildung mit Theorie und Praxis anbieten, unter anderem im Berufsbild Feinwerkmechanik. „Wir können in der Praxis alle Zerspanprozesse unterrichten, vom Bohren über das Drehen bis hin zum Fräsen“, zeigt Jörg Faller, Werkstattleiter und Fachbetreuer Metall, stolz den Maschinenpark. Die RGS bietet damit einen nahezu vollständigen Querschnitt durch die Technologien der spanenden Metallbearbeitung. „Dank unseres Maschinenparks können wir eine sehr gute und fundierte Ausbildung bieten“, errem Projekt. Sie unterstützten den ausführenden Monteur der Haas Werkzeugmaschinen GmbH – der Heidenhain-Vertretung der RGS –, indem sie neue Teile zulieferten oder alte Maschinenteile modifizierten. So wurde der Anbau von jeweils drei Längenmessgeräten pro Maschine – je nach Anbausituation vom Typ LS 388 C oder LS 688 C – zum praxisnahen Unterricht. Dazu gehörte unter anderem die Konstruktion und Fertigung neuer Führungen für die Abtasteinheiten oder neuer Abdeckungen für die Längenmessgeräte, um ein Verschmutzen durch Späne zu verhindern. „An den Maschinen ohne elektronische Positionsmessung mussten wir sogar die Oberschlitten nachfräsen, damit die Abtastköpfe passen“, beschreibt Jörg Faller die aufwendigen Maßnahmen – die alten Maschinen waren eben nicht für Längenmessgeräte vorbereitet. „Auch die Halter für die Positionsanzeigen haben wir komplett selbst entwickelt und gefertigt.“ Im Unterricht kommen die neuen Möglichkeiten, die die Positionsanzeigen in Verbindung mit den Längenmessgeräten eröffnen, sehr gut an – vor allem die Touch-Bedienung. „Unsere Auszubildenden haben sich innerhalb weniger Tage auf die neuen Geräte eingeschossen. Das erste Ausbildungsjahr will von Skalenringen nichts mehr wissen“, beschreibt Jörg Faller das neue Unterrichtsfeeling. Bilder: Heidenhain Metav: Halle 1, Stand D50 www.heidenhain.de 24 Der Betriebsleiter 3/2020

FERTIGUNGSTECHNIK Software und Support als Optimierer in der Metallbearbeitung Wie die passende Software- Ausstattung und ein umfangreicher technischer Support zu mehr Effizienz in der Einzelteil- und Kleinserienfertigung führen können, darüber informiert Hurco auf der Metav in Düsseldorf. An CNC-Bearbeitungszentren von Hurco und Takumi zeigt der Zerspanungspezialist beispielhaft die Optimierungsmöglichkeiten bei der Fertigung komplexer Präzisionsteile. Moderne CNC-Bearbeitungszentren verfügen über ein breites Spektrum an technischen Features. Nicht selten jedoch werden die Optionen einer Maschine vom Bediener nicht vollständig ausgeschöpft, weil Anwenderwissen fehlt. Hurco unterstützt seine Kunden deshalb mit Video-Tutorials, Schulungen und einem vielköpfigen Technikservice dabei, die Leistungsfähigkeit des vorhandenen Maschinenparks voll auszunutzen. „Wenn wir die kundenseitigen Anforderungen kennen, können oft schon Tipps zur Handhabung und ergänzende Software-Pakete dazu beitragen, dass Programmier-, Rüst- und Produktionszeiten spürbar verkürzt werden“, erklärt der Leiter der Hurco Anwendungstechnik Sebastian Herr. Metav: Halle 4, Stand F25 www.hurco.de Sicherheitstechnik für die metallverarbeitende Industrie Auf der Metav zeigt Euchner als Spezialist für industrielle Sicherheitstechnik sein umfangreiches Produktportfolio für die metallverarbeitende Industrie, das den wachsenden Anforderungen in der Automatisierung auch in Bezug auf Industrie 4.0 gerecht wird. Ein Highlight neben der neuen kompakten Zuhaltung CTM ist die Multifunctional Gate Box. Mit seinen Varianten der zweiten Generation – MGB2 Modular und MGB2 Classic – hält das System für die Schutztürabsicherung nun noch mehr Funktionen bereit. Anwender profitieren von einem hochfunktionalen Türschließsystem mit Zuhaltung, das nicht nur das höchste Schutzniveau bis PLe erfüllt. Es lässt sich auch flexibel an zukünftige Anforderungen anpassen. Die MGB2 Modular besteht aus einem Zuhaltemodul, darin ent - haltenen Submodulen mit Bedien- und Anzeigefunktionen und einem Busmodul zur Anbindung an Profinet/PROFIsafe. Mit Hilfe von zwei zusätzlichen Submodulen sind insgesamt bis zu sechs unterschiedliche Bedienelemente im Zuhaltemodul integrierbar. Mit der MGB2 Classic bietet Euchner zudem eine Lösung für parallel verdrahtete Anlagen: Bei dieser Ausführung wird das Sicherheitssystem direkt an die jeweilige Steuerung angebunden. Metav: Halle 1, Stand C48 www.euchner.de Neue Spindel für Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungen Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungen (HSM) mit kleinen Werkzeugdurchmessern und hohen Drehzahlen sind eine immer häufiger vorkommende Bearbeitungsaufgabe. Für dieses Highspeed- Machining stehen leistungsfähige Maschinen am Markt zur Verfügung. Für viele Firmen stellt sich jedoch das Problem, dass eine spezielle HSM-Maschine nicht ausgelastet und somit auch nicht wirtschaftlich wäre. Für diese Situation ist die neue Hochgeschwindigkeitsspindel von Ingersoll das richtige Produkt. Die TyphoonHSM-Hochgeschwindigkeitsspindel TJS-HPC wandelt die vorhandene CNC-Maschine zu einer Hochgeschwindigkeitsmaschine (HSM) um. Sie steigert die Produktivität, verkürzt die Produktionszeit und senkt die Kosten, wodurch eine rasche Amortisierung gewährleistet ist. Die neue Vorsatzspindel ist in vielen Industriezweigen einsetzbar und bietet eine wirtschaftliche Lösung für gelegentliche HSM-Bearbeitungen. www.ingersoll-imc.de „Wir laufen 4.000 Stunden weniger bei der Entsorgung.“ Tobias Mettmann, Assistent der Produktionsleitung, J.G. WEISSER SÖHNE GmbH & Co. KG AutoLoadBaler – die Zeitmaschine Halle 3 | Stand C63 Sparen auch Sie Zeit bei der Entsorgung und besuchen Sie: autoloadbaler.de Der Betriebsleiter 3/2020 25

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